Die Gläubiger erhalten eine 20-prozentige-Quote, die über drei verschiedene Wege – unterschiedliche Dauer und Höhe – ausbezahlt wird. Die Fortführung des Unternehmens ist somit vorerst gesichert, heißt es von den Kreditschutzverbänden KSV1870 und AKV.
Betrieb stabilisiert
Das Unternehmen wurde in den vergangenen Monaten redimensioniert, Unternehmensbereiche wurden geschlossen, auch 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden abgebaut. Mit diesen und weiteren Maßnahmen konnte der Betrieb stabilisiert werden.
Die ADA Möbelwerke Holding hat ihren Hauptsitz in der Oststeiermark und Büro- und Produktionsstandorte in Raaba und Anger sowie in Ungarn und Rumänien. ADA beschäftigte in Österreich rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Schuldenstand betrug im März rund 30 Millionen Euro.
Negative Marktentwicklung
Grund für die Sanierung seien laut dem Unternehmen vor allem die negative Marktentwicklung und der Strukturwandel gewesen, der die gesamte europäische Möbelbranche erfasst habe. Es ging beispielsweise um anhaltende Konsumzurückhaltung, einen beschleunigten Rückgang des stationären Möbelhandels und einen enormen Konsolidierungsdruck im Markt.
Schon in den vergangenen drei Jahren setzte das Unternehmen Schritte in die künftige Ausrichtung, um die ADA-Gruppe mit ihrer fast hundertjährigen Tradition zukunftsfähig aufzustellen. In einer Aussendung nannte das Unternehmen etwa Kostenoptimierungen, Produktionsanpassungen und strategische Neuausrichtungen.
20 Prozent Rückgang bei Bestellungen
Seit dem Jahreswechsel habe sich ein Rückgang des Bestelleingangs um durchschnittlich 20 Prozent unter den Erwartungen eingestellt. Trotz intensiver Gegenmaßnahmen habe die Kombination aus schwierigem Gesamtmarktumfeld und drastisch einbrechender Nachfrage im ersten Quartal 2026 die Ertragslage des Unternehmens zusätzlich belastet.