Während des vergangenen Monats stellte das Musikfestival Styriarte die gesamte Bandbreite der Musik in 32 Projekten dar. Die hohe Nachfrage führte dazu, dass sieben zusätzliche Konzerte organisiert wurden – statt der ursprünglich geplanten 65 Vorstellungen wurden 72 durchgeführt.
„Noch nie erlebt“
Insgesamt wurden 30.537 Tickets verkauft – so freute sich Intendant Mathis Huber am Montag über die fast vollständige Auslastung von 94 Prozent, „das haben wir ehrlich gesagt auch noch nie erlebt“, so Huber, der üblicherweise mit einer Auslastung um die 90 Prozent rechnet. „Die Auslastung der Styriarte ist so, wie das Publikum mit uns zufrieden ist, riesig groß. Also wir konnten heuer über 30.000, deutlich über 30.000 Besucherinnen und Besucher beglücken.“
Styriarte zieht positive Bilanz
Mit einem Konzert von Jordi Savall hat am Sonntag die Styriarte geendet – am Montag wurde eine sehr positive Bilanz gezogen. Das Festival verzeichnete eine Auslastung von 94 Prozent, es wurden sogar sieben zusätzliche Vorstellungen eingeschoben.
Kontrapunkt zu trüben Nachrichten
Aus den Publikumsreaktionen leite er ab, dass die Gäste das Programm als „Kontrapunkt zu den täglich trüben Nachrichten“ verstanden hätten: „Das war auch unsere Intention“, so Huber. Zum anderen werde „der Weg der Öffnung zu allen Genres“ von Klezmer und Tango bis zur Alten Musik, Mahler und Pärt belohnt.
„Wir sind am Ohr des Publikums“
„Wir haben so viel Zustimmung erfahren und nahezu kein negatives Feedback bekommen. Die unterschiedlichen Formate werden für die Besucher zwar riskanter, aber offenbar auch beglückender, weil es immer wieder etwas Neues gibt. Uns wird beim Planen jedenfalls auch nie fad“, so Huber.
Huber sieht die Veranstaltungsstrategie als Grund für den Erfolg des Festivals: Man konzentriere sich bei der Programmgestaltung auf die Bedürfnisse und Wünsche des Publikums. „Wir sind am Ohr des Publikums, weil wir dem Publikum zuhören, weil wir das Publikum und seine Interessen als zentrales Ereignis des Festivals betrachten“, so der Intendant.
2027 wird es „phantastisch“
Die Planung des Festivals verfolgt weiterhin diesen Ansatz, und das Motto für 2027 – „Phantastisch“ – wurde bereits beschlossen: „Es ist schon einigermaßen fertig konzipiert, am 25. Juni 2027 geht es wieder los“, kündigte Huber an.
Kreativität auf allen Ebenen gefragt
Wie es mit der Finanzierung des Festivals weitergehe, ist allerdings noch ungewiss: „Vonseiten des Landes Steiermark ist die Finanzierung des Dreijahresvertrags für 2026 und 2027 zugesagt, für 2028 steht sie noch zur Diskussion“, so Huber, der jedenfalls auf die Kreativität und Neugierde aller vertraut: „Die erschwerten Bedingungen sind jedenfalls nicht zu ignorieren. Wir müssen einfach Konzepte entwickeln, die funktionieren und nicht lamentieren“, zeigte sich der Intendant am Montag unverzagt.