Das Grazer Altstadtkriterium versprach auch heuer wieder schon im Vorfeld Spannung – so sagte Organisator und Präsident von Cycling Austria Steiermark, Gerald Pototschnig: „Da wird kein Zentimeter hergeschenkt. Das macht dieses Rennen unter der neuen Philosophie so spektakulär und vielleicht spektakulärer, als es früher war.“

Tausende Zuschauer

Die knapp einen Kilometer lange Strecke in der Grazer Altstadt hatte es jedenfalls in sich: Start und Ziel war beim Cafe Promenade, unmittelbar neben dem Burgtor. Die Strecke ging zunächst in Richtung Oper, dann wieder bergauf über die Bürgergasse, vorbei am Grazer Dom und der Burg – und am Straßenrand standen tausende Zuschauer, was die Aufgabe für die Sportlerinnen und Sportler vor allem in den engen Gassen nicht leichter machte.

Das war das Altstadt-Kriterium 2026

Die Tirolerin Tabea Huys und Loïc Bettendorff aus Luxemburg haben das 27. Grazer Altstadt-Kriterium am Dienstag dominiert und schlussendlich auch gewonnen.

Vorjahressieger Bettendorff dominierte

Bei den Herren dominierte Vorjahressieger Loïc Bettendorff vom Team Hrinkow Advarics nach Belieben und ließ seinen Gegnern auch im Schlusssprint keine Chance. Der Luxemburger setzte sich nach 49 Kilometern vor dem Österreicher Paul Buschek (Schwingshandl) und dem Slowenen Anze Skok (Kolesarski Nove Mesto) durch.

Philipp Hofbauer vom Vorarlberg-Team belegte den vierten Platz und festigte damit seine Führung in der Bundesliga des Österreichischen Radsportverbands (ÖRV). Der Steirer führt mit insgesamt nun 763 Punkten nach sechs von acht Bewerben vor Riccardo Zoidl (647/Hrinkow) und seinem deutschen Vorarlberg-Teamkollegen Tobias Nolde (594).

Bei den Damen konnte die 20-jährige Tirolerin Tabea Huys (Tirol Cycling) das Rennen für sich entscheiden, sie führt auch die Bundesliga-Wertung an.

„Große Plattform für den heimischen Radsport“

Große internationale Stars seien mittlerweile zwar nicht mehr leistbar, sagte Pototschnig vor dem Rennen, das ändere aber nichts am Wert der Veranstaltung: „Das Altstadtkriterium bleibt das, was es eigentlich vor mehr als 40 Jahren schon war, und das, als was es begonnen hat: Eine große Plattform für den heimischen Radsport und mittlerweile auch für den Frauen-Radsport.“

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