Die obersteirischen Forscher analysieren im Zentrum am Berg in Eisenerz Unfallszenarien mit Gefahrenguttransporten in Tunnels: Zu den getesteten Szenarien gehört etwa ein mit Wasserstoff betankter Schwertransporter, der in einem Tunnel verunglückt.

Gasunfälle besonders heikel

Hannes Kern von der Montanuni, der auch bei der Feuerwehr aktiv ist, betont die Herausforderungen: „Besonders heikel ist es für Einsatzkräfte vor allem bei Gasen, die schwerer als Luft und brennbar sind, aber auch bei Gasen, die leichter sind als Luft und brennbar, wie zum Beispiel Wasserstoff. Gase, die schwerer sind, wären zum Beispiel Propangas oder Ähnliches.“ Gasunfälle, insbesondere bei brennbaren Gasen wie Wasserstoff oder Propangas, stellen eine große Gefahr dar.

Notfallpläne auf Praxistauglichkeit überprüfen

Bislang bildeten Modellrechnungen die Basis für Notfallpläne. Diese Pläne werden nun im Zentrum am Berg auf ihre Praxistauglichkeit getestet.

Am 2. September kommen dann im Rahmen von Tests auch für Gefahrengutfälle geschulte Kräfte der Feuerwehr dazu, erklärt Kern: „Was bei den Tests wichtig sein wird, ist vor allem, wo können sich Einsatzkräfte gut und sicher bewegen, wie können sie schnell das Einsatzszenario erreichen, und wie können wir auch gezielt, etwa in Zusammenarbeit mit der Lüftung und dem Tunnelbetreiber, sichere Bereiche schaffen – erstens für die Personen drinnen, aber auch für die Einsatzkräfte selbst.“

Anstoß für neue Geräte zur Gas-Verdünnung

Die Erkenntnisse der Forschung sollen dann einerseits in die Notfallpläne einfließen, andererseits sollen sie dazu dienen, neue Geräte zu entwickelt, die etwa bei der raschen Verdünnung der Gase behilflich sind.