Der SIM-Campus taucht laut dem Eisenerzer Bürgermeister Thomas Rauninger (ÖVP) immer wieder in Online-Verkaufsplattformen wie etwa „Willhaben“ auf. „Natürlich nicht für den Preis, zu dem es damals erworben worden ist, sondern um einiges mehr“, lässt Rauninger wissen. Der angegebene Verkaufspreis liegt deutlich über dem ursprünglichen Kaufpreis von 722.000 Euro, was die Verkaufsbemühungen erschweren könnte.
Seit Monaten kein Kontakt
Bisher gab es von der Gemeinde nur einmal – vor Monaten – indirekten Kontakt zur Verkäufergruppe über einen Makler, der das Interesse am Verkauf im Namen des Eigentümers bekundete, „und der mit mir ein längeres Gespräch geführt hat, dass man im Namen des Eigentümers veräußern möchte und ob wir behilflich sein können mit Daten und Fakten im Wasser-, Abwasserbereich, was das kosten würde, was da monatlich anfällt, was andere Abgaben sind, ob es irgendwelche Pläne gibt, detaillierte Aufnahmen vielleicht. Aber nach dem Telefonat war dann eigentlich kein einziger Kontakt mehr“, so Rauninger.
Verwilderung und Leerstand
Das Gelände, inklusive der einst gepflegten Parkanlagen, verwildert seither zusehends – der Bürgermeister spricht von einem „Trauerspiel, weil es ein brachialer Leerstand ist, der fast verwildert, möchte ich es nennen. Und das ist natürlich für uns als Stadt sehr katastrophal“.
Die Gemeinde engagiert sich, um zumindest den Helikopterlandeplatz funktionsfähig zu halten: Vor allem im Winter werde darauf geachtet, dass der genehmigte Landeplatz für Notfälle genutzt werden kann – dies sei für die Sicherheit und Notversorgung in Eisenerz besonders wichtig, so Rauninger.