In Bergla (Bezirk Deutschlandsberg) entsteht die größte Komplettanlage für Wasserstoffproduktion in der Steiermark: „In einem Größenbereich von fünf Megawatt Elektrolyse-Leistung. Damit können wir im Jahr 750 Tonnen grünen Wasserstoff herstellen“, erklärt Werner Matschnig.
Matschnig leitet den Bereich Wasserstoff bei KS-Engineers. Kunde des Automotive-Spezialisten ist Energie Steiermark, die in Bergla für die Firma Wolfram grünen Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen produzieren wird.
„Der Schritt war nicht allzu groß“
Das Know-how für dieses Großprojekt baute man sich bei KS-Engineers in den vergangenen Jahren im Automotive-Bereich auf – so entwickelte und baute man etwa für die Bosch-Gruppe schon Elektrolyseanlagen: „Es hat sich gezeigt, dass der Schritt von einer Elektrolyseanlage für den Prüftechnikbereich, die ja viel Messtechnik beinhaltet, zu einer Produktionsanlage nicht allzu groß ist. Deswegen haben wir den Schritt gewagt und gesagt: Ja, wir entwickeln auch Produktionsanlagen für Wasserstoff.“
Nur regionale oder europäische Partner
Eine Projektpartnerin ist etwa die deutsche Bosch-Gruppe. Überhaupt wird die Anlage komplett mit regionalen oder europäischen Partnern gebaut – auf andere Lieferketten – etwa aus China – werde bewusst verzichtet, so Matschnig: „Es ist ja auch Vorgabe für dieses Projekt, dass die Wertschöpfung in Europa bleibt. Das heißt, Bosch und wir fertigen in Europa, wir mit Schwerpunkt in der Steiermark.“
KS-Engineers beschäftigt über das gesamte Unternehmen hinweg insgesamt 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jetzt geht man den Schritt in Richtung Energiesektor, der Fahrzeugtestbereich soll aber nicht aufgegeben werden.