Immer mehr sind bei den verheerenden Waldbränden nun auch touristisch relevante Gebiete betroffen – das macht sich auch bei den Reisebuchungen bemerkbar.
„Wir merken das ganz stark. Gerne in den Norden, weil der Norden auch jetzt temperaturtechnisch angenehmer ist. Selbstfahren ist heuer wieder ganz im Kommen gewesen, weil man einfach flexibler ist – man kann, wenn wirklich was erscheint oder auftritt, retour fahren“, so Margarethe Rinnhofer von ÖAMTC-Reisen in Graz.
Im Zweifel eine Pauschalreise buchen
Wer seine Reise selbst zusammenstellt und nicht auf ein Pauschalangebot setzt, hat im Falle einer Naturkatastrophe oder ähnlichem kaum Chancen auf Kosten-Rückerstattung. Das gilt auch für die selbst gebuchte Unterkunft – hier ist man auf Kulanz angewiesen. Auch eine Reiseversicherung greift in so einem Fall nicht.
Waldbrände: Vorsicht bei der Urlaubsplanung
Von der Hitzewelle und kräftigem Wind angefachte Brände greifen in Südeuropa weiter um sich. Das hat mittlerweile auch massiven Einfluss auf den Tourismus – Experten warnen daher zur Vorsicht bei der Reiseplanung.
Arbeiterkammer Reise-Experte Herbert Erhart rät: „Wenn ein Reiseziel ins Auge gefasst ist, wo ich mit größeren Naturkatastrophen möglicherweise rechnen muss, wäre eine Buchung einer klassischen Pauschalreise empfehlenswerter, als individuelle Buchungen vorzunehmen.“
Sich beim Außenministerium registrieren
Aktuell gilt etwa für Spanien oder Frankreich seitens des Außenministeriums die Sicherheitsstufe „Sicherheitsrisiko". Die Reiseberaterin Margarethe Rinnhofer empfiehlt daher: „In erster Linie tut man schon einmal für sich was Gutes, wenn man sich im Außenministerium registriert, dass man sich eben im Ausland befindet, weil das das ja auch dann überprüfen und im schlimmsten Fall dann wirklich jemanden kontaktieren kann.“
Zudem sollte das Mobiltelefon stets eingeschaltet und ausreichend geladen sein, um Warnmeldungen empfangen zu können. In Notfällen gilt auch europaweit die Notrufnummer 112.