Es sei der passende Zeitpunkt, den Blick nach vorne zu richten, gibt sich AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe optimistisch. Er teilt die Einschätzung der jüngsten Konjunkturumfragen der Arbeitgeberverbände nicht, wonach weiter mit einer negativen Entwicklung gerechnet wird.
Anstieg im Juli um 3,8 Prozent
Unbestritten sei, so Snobe, dass die Wirtschaft weiterhin vor erheblichen Herausforderungen stehe. Das zeigen auch die aktuellen Arbeitslosenzahlen von Juli. In der Steiermark gab es erneut einen Anstieg an Arbeitslosen von 3,8 Prozent. 37.739 Menschen waren im Vergleich zum Juli des Vorjahres ohne Job – 7.510 Personen sind in einer Schulung des AMS. Der steirische Arbeitsmarkt entwickle sich – langsam, aber doch – in die richtige Richtung, so Snobe.
Schrittweise Stabilisation
In den vergangenen vier Quartalen habe sich die wirtschaftliche Lage in Österreich und in der Steiermark schrittweise stabilisiert. Viele Betriebe hätten ihre Strukturen angepasst, Kosten optimiert und notwendige Veränderungen umgesetzt. Auch die öffentliche Hand habe mit der Entlastung bei den Lohnnebenkosten und im Energiebereich wichtige Beiträge geleistet, so der AMS-Landesgeschäftsführer.
Stärkerer Anstieg bei Frauen
Blickt man auf das vergangene Halbjahr zurück, so zeige sich der Arbeitsmarkt wie erwartet noch verhalten. Im Schnitt waren im 1. Halbjahr 2026 40.871 Menschen als arbeitslos gemeldet, im Vorjahresvergleich ist das ein Plus von 1.440 Personen oder 3,7 Prozent. Bei Frauen stieg die Arbeitslosigkeit stärker als bei Männern. Den markantesten Anstieg gab es in Mürzzuschlag (9,5 Prozent), die deutlichste Abnahme in Liezen (-3,1 Prozent).