Die monatelange Trockenheit kombiniert mit großer Hitze setzt nicht nur den Pflanzen in der Landwirtschaft zu. Auch Bäume sind jetzt unter großem Stress und gehen reihenweise ein. Das zeigt sich besonders im Grazer Stadtbild: In den Innenhöfen sieht man zunehmend abgestorbene Bäume.
Stadtbäume leiden
Die Stadtbäume leiden, bestätigte Robert Wiener, der Leiter der Grünraum- und Gewässerabteilung der Stadt Graz: „Man hat schon rechtzeitig und frühzeitig, begonnen mit klimaverträglichen Baumarten zu operieren. Zum Beispiel den Schnurbäumen, denen geht es verhältnismäßig gut. Weniger gut geht es dem Bergahorn.“ Diese Baumart werde in der Stadt sukzessive verschwinden, wie auch Birken, Linden, Buchen und Nadelbäume, so Wiener.
Man wird sich umgewöhnen müssen, so Wiener: „Das Baumstandortstadtbild wird sich massiv verändern, und auch unser Verständnis für Ästhetik wird sich massiv verändern müssen."
Oberflächenwasser effizient ableiten
Beim Einpflanzen von neuen Bäumen wurden Veränderungen vorgenommen. Man setzt sie beispielsweise viel tiefer. Und die Stadt Graz ist auch dabei, möglichst viel Regenwasser zu den Bäumen zu bringen: „Jeder Tropfen Wasser, der auf eine Oberfläche fällt, Stichwort Dachwässer, aber auch die Straßenwässer. Die müssen abgeleitet werden auf unsere Grünflächen." Wiener nannte hier als Beispiel das Wasser aus den Dachrinnen, das auf die Grünflächen geleitet werden soll. Erste entsprechende Projektverträge mit Hausbesitzern – etwa in der Leonhardstraße – schloss die Stadt schon ab.