Die Hitze fordert Menschenleben, das bestätigen Zahlen der AGES. Allein im Juni waren es knapp 400 Todesfälle – mehr dazu in Knapp 400 Hitzetote allein im Juni (news.ORF.at). Hitzeassoziierte Übersterblichkeit ist auch wissenschaftlich erwiesen.
„Menschen trinken zu wenig“
Das Rote Kreuz erfasst dazu keine unmittelbaren Daten, stellt aber fest, dass sich Einsätze wegen plötzlich auftretender Herz-Kreislauf-Beschwerden häufen. „Menschen trinken zu wenig, wenn es heiß ist, sie schwitzen viel, und dann versagt der Kreislauf. Und das ist deswegen spannend, weil es sehr oft als Bewusstlosigkeit gemeldet wird“, erklärt Geza Gemes vom Roten Kreuz.
Besonders schwierig wird es, wenn es in Fahrzeugen zu Herz-Kreislauf-Beschwerden kommt, so Gemes: „Wenn jemand im Auto sitzt und einen Kreislaufkollaps erleidet, dann fällt man nicht um oder kann sich nicht hinlegen. Man bleibt in der Position sitzen, und der Kreislauf erholt sich auch nicht.“ Arbeitsunfälle fallen den Einsatzorganisationen derzeit nicht vermehrt auf.
Viele Wespen, aber nicht mehr Notfälle
Auffällig ist in diesem Sommer auch die Menge an Wespen. Die Dermatologie am Grazer Uniklinikum verzeichnet jedoch in etwa gleich viele Wespeneinsätze wie im letzten Jahr.
Keine Sorgen braucht man sich übrigens wegen einer nicht allzu bekannten Wespenart machen, die derzeit in den Gärten zu sehen ist – sie ist schwarz und hat zwei gelbe, dicke Streifen. Laut dem Naturschutzbund Steiermark handelt es sich um die borstige Dolchwespe, die zwar einen martialisch-klingenden Namen hat, jedoch völlig harmlos und lediglich auf der Suche nach Blütennektar ist.