Es war ein kurzes, aber heftiges Gewitter, das gegen 18.00 Uhr über das Ennstal zog: In Gröbming müssen in der Folge ein Supermarkt, eine Tiefgarage und ein Wohnhaus ausgepumpt werden, eine Straße wird von einem Baum blockiert. Zu gleich mehreren Murenabgängen kommt es in Pruggern.

350 Kräfte im Einsatz

Doch es sind nicht nur die Folgen des Gewitters, mit denen sich die Feuerwehren im Bezirk Liezen befassen müssen, sagt Feuerwehrsprecher Christoph Schlüßlmayr: „Die Feuerwehren des Bezirks Liezen waren mit zwei Dutzend Feuerwehren und rund Feuerwehren und 350 Kräften im Einsatz. Vorwiegend im Unwettereinsatz, aber auch bei Verkehrsunfällen – wir hatten fünf teils schwere Verkehrsunfälle. Umgestürzte Bäume, Murenabgänge und auch wieder Waldbrände.“

Insgesamt sind es sechs an der Zahl. Die ersten Waldbrände brachen bereits gegen Mittag auf dem Kulmkogel in Bad Mitterndorf und in einem Waldstück auf dem Krahstein auf der Tauplitz aus. Weitere Brände folgen im Zuge des Gewitters, „der größte Waldbrand davon im Bereich Treglwang. Die anderen Waldbrände waren an die 50 Quadratmeter groß, aber der in Treglwang dürfte doch größer sein.“

Brandeinsatz

Vom Brand betroffen war eine Waldfläche im Ausmaß von rund fünf Hektar – Erkundungsflüge mit Wärmebilddrohnen Donnerstagfrüh haben aber gezeigt, dass sich das Feuer aufgrund der Regenfälle nicht weiter ausgebreitet hat. Der Brand sei damit unter Kontrolle, bestätigte Schlüßlmayr zu Mittag: „Die Flammen sind soweit eingedämmt. Es geht in erster Linie noch darum, kleinere Brände und Glutnester gezielt zu bekämpfen, die punktuell verteilt sind.“

Am frühen Nachmittag standen noch acht Feuerwehren mit rund 150 Kräften im Einsatz; sie sorgten vor allem dafür, dass genug Löschwasser auf dem Berg zur Verfügung stand. Der Löscheinsatz selbst erfolgte vorwiegend aus der Luft – durch zwei Hubschrauber von Bundesheer und Innenministerium.