Kurz nach 15.00 Uhr wurde die Feuerwehr über den Notruf zu dem Einsatz gerufen. Sieben Feuerwehrmänner der Feuerwehr Knittelfeld trafen gemeinsam mit der Polizei und dem Roten Kreuz am Einsatzort ein.

Wie sich herausstellte, kam die Autobesitzerin und Mutter des Buben mit dem Dreijährigen vom Einkaufen zurück, setzte das Kind ins Auto und wollte dann selbst einsteigen. Durch einen technischen Defekt wurde das Auto allerdings verriegelt.

Keine Fahrlässigkeit der Mutter

Feuerwehr Einsatzleiter Daniel Schmied von der Freiwilligen Feuerwehr Knittelfeld schildert nach Eintreffen der Feuerwehr: „Dort hatten wir folgendes Bild: ein drei Jahre alter Junge saß eingeschlossen auf der Rückbank des Autos. Die Mutter, weitere Angehörige und Passanten hatten versucht das Fahrzeug zu öffnen was nicht gelungen ist.“

Schmied betont, es sei keine Fahrlässigkeit der Mutter gewesen: „Die Mutter hat das Kind ins Auto gesetzt und als sie auch einsteigen wollte, war plötzlich das Auto versperrt. Sie war selbst unter Schock.“

Kind dann rasch befreit

Die Feuerwehr konnte die Seitenscheibe des Autos schließlich mit einem Spezialwerk einschlagen: „Mit einem Hammer kann man so eine Seitenscheibe schwer einschlagen, weil das zu sehr federt. Wir haben dann beim Gegenfenster gegenüber des Buben die Seitenscheibe abgeklebt um die Splitterwirkung zu verhindern und dann haben wir die Scheibe mittels Federkörner kontrolliert zu Bruch gebracht.“

Innerhalb von einer Minute war der dreijährige befreit. Bei Außentemperaturen von rund 35 Grad steigt die Temperatur im Inneren eines Autos innerhalb von ein paar Minuten auf 45 Grad: „Ich glaube da muss man eh appellieren, dass die Leute mit solchen Situationen sehr sorgsam umgehen.“ Dem Bub ging es den Umständen entsprechend gut, er wurde der Mutter und vorsorglich dem Roten Kreuz übergeben.