Zwei Bilanzen stehen einander gegenüber: Die Polizei listet 14 Festnahmen, 13 Hausdurchsuchungen und 13 Einlieferungen in die Justizanstalt Jakomini im Rahmen ihrer zweijährigen Ermittlungen auf – dazu wurden 80 Abnehmer ausgeforscht und wegen Verbrechen und Vergehen nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt.

Sichergestellt wurden jeweils rund 20.000 Euro Bargeld, drei Kilogramm Marihuana, zwei Kilogramm Amphetamin, ein Kilogramm Kokain und ein Kilogramm Haschisch sowie 800 Gramm an Heroin und 800 Stück XTC-Tabletten sowie diverse Waffen.

Die 15 Verdächtigen von zwei Tätergruppen wiederum sollen 100 Kilogramm Marihuana, 2,5 Kilogramm 2MMC (2-Methylmethcathinon), 1,5 Kilogramm Pentedron, ein Kilogramm Ketamin sowie geringere Mengen an Amphetamin, XTC-Tabletten und Kokain, mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von etwa 1,3 Millionen Euro gewinnbringend weiterverkauft haben.

Geschäfte via Social Media

Die Suchtmittel wurden über verschiedene Lieferketten in Graz und Wien besorgt und anschließend im Raum Graz, Graz-Umgebung sowie Leibnitz und Deutschlandsberg verkauft. Die Anbahnung der Suchtmittelgeschäfte erfolgte überwiegend über Social-Media-Plattformen.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um vorwiegend österreichische sowie zwei kroatische und einen slowenischen Staatsangehörigen im Alter zwischen 20 und 31 Jahren. Ein Teil der Beschuldigten wurde bereits rechtskräftig vom Landesgericht für Strafsachen Graz zu mehrjährigen Freiheitsstrafen von zwei bis fünf Jahren verurteilt.

Ermittelt wurde von der Kriminaldienstgruppe Leibnitz, der Suchtmittelgruppe Deutschlandsberg, der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) Steiermark, der Direktion Spezialeinheiten/Einsatzkommando Cobra, der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) sowie der Bereitschaftseinheit (BE) Steiermark.