Die Stimmung unter den Hopfenbauern in der Steiermark sei deprimierend, sagt der steirische Obmann der Hopfenbauern, Richard Stelzl: „Bei dieser Hitze und der absoluten Trockenheit, die wir jetzt momentan haben, steht der Hopfen sehr erbärmlich da. Das heißt, er lässt die Blätter schon fallen. Er macht einen Selbstschutz, damit er nicht so verdunstet. Und die Doldenbildung, die steht. Die geht absolut nicht weiter voran.“
„Es wird keine gute Ernte werden“
Am sogenannten „Tag des Bieres“ prophezeit Stelzl: „Es wird keine gute Ernte werden“ – und daran ist nicht nur die Hitze schuld: „Wir haben im Frühjahr schon mit dem Frost zu kämpfen gehabt. Dann haben wir Hagel gehabt. Eins wissen wir sicher, also der Bittergehalt vom Hopfen, der wird heuer sicher niedriger sein als in Durchschnittsjahren.“
Der Hopfen leidet also – wegen des voranschreitenden Klimawandels werde bereits an neuen Züchtungen getüftelt, erklärt der Braumeister der Puntigamer Brauerei, Johannes Eregger: „Natürlich brauchen wir auch Hopfen in Zukunft für das Bier. Und da gibt es gemeinsam mit Landwirtschaft und unseren Hopfenbauern Entwicklungen, damit wir auch in Zukunft einen exzellenten Hopfen haben, der die richtige Qualität in die Brauerei bringt.“
Braumeisterkunst gefragt
Auch die Wintergerste hat schon bessere Jahre erlebt. Die Sommergerste hingegen war gut, meint der Geschäftsführer der Murauer Brauerei, Josef Rieberer. Geschmacklich erwartet er sich keine Änderungen beim Bier – das sei eben die Kunst des Braumeisters immer das gleiche Bier herzustellen.