Mathematik ist das Sorgenfach Nummer eins, „bei uns ist die Faustregel, dass zwei Drittel aller Schüler wegen Mathematik kommen“, gefolgt von Deutsch, Englisch und weiteren Fremdsprachen, so Gerald Still, Schülerhilfe-Bereichsleiter für Leibnitz und Deutschlandsberg.

„Lernen-lernen-Themen immer wichtiger“

Das bestätigt auch Angelika Ratswohl, Inhaberin von Lernquadrat Graz-Geidorf – und es geht dabei sehr oft um Grundlagen: „Wie kann ich gut lernen? Wie kann ich mir einen Überblick verschaffen und dann einteilen? Diese Lernen-lernen-Themen sind nach wie vor sehr wichtig und werden immer wichtiger.“

Sehr oft verwenden Schülerinnen und Schüler – unangeleitet – KI, also ChatGPT und Co., sagt Gerald Still: „Es ist einfach ein Fakt, dass viele Schüler das auch zur Hausaufgabenbewältigung nehmen.“ Dabei wird vielleicht noch der Rechenweg ausgespuckt – es entsteht aber kein Lerneffekt.

Eine KI, die erklärt

Deshalb setzt man in der Nachhilfe eine eigene KI ein: „Bei uns heißt die digitale Lernassistentin Kira. Das ist unsere künstliche Intelligenz, die ein bisschen anders arbeitet, nicht wie eine herkömmliche KI. Das System erklärt: Wie geht das mit dem Umfang, wie geht das mit dem Pythagoras? Es spuckt nicht nur einfach das Ergebnis aus.“

Still hat den Eindruck, dass heuer weniger Nachprüfungskandidatinnen und -kandidaten Nachhilfe beanspruchen. Um die 2.500 dürften antreten, fast die Hälfte im Fach Mathematik.