Der Grazer hatte bei seiner Wanderung im Admonter Haus Rast gemacht, das auf 1.725 Meter Höhe im Gesäuse liegt. Gegen 15.15 Uhr stieg er in Richtung Tal ab.

Grazer war allein unterwegs und kam nicht im Tal an

Der 32-Jährige wählte dabei den Weg über den sogenannten „Goassteig“. Dabei dürfte er gestürzt sein. Wie es zu dem Unglück kam, wird noch ermittelt – da der Mann allein unterwegs war, könnte der Unglückshergang jedoch ungeklärt bleiben, hieß es am Dienstag von der Polizei. Hinweise auf ein Fremdverschulden konnten nicht festgestellt werden.

Hüttenpersonal fand Leiche

Nachdem der Grazer am Abend nicht in seiner Unterkunft angekommen war, alarmierten der Hüttenwirt des Admonter Hauses sowie die Eltern des 32-Jährigen gegen 22.15 Uhr die Einsatzkräfte. Im Zuge der darauf eingeleiteten Suche fand das Hüttenpersonal den Vermissten gegen Mitternacht leblos unterhalb des Steiges. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Die Leiche des Grazers wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Tal gebracht. 16 Personen des Alpinen Rettungsdienstes Gesäuse, zwei Notärzte, zwei Alpinpolizisten sowie zwei Polizeistreifen waren bei dem Unglück im Einsatz.

Heuer besonders viele Bergrettungseinsätze

Bis September rechnen die steirischen Bergretter noch mit vielen Einsätzen, weil in dieser Zeit zahlreiche Urlauberinnen und Urlauber in den Bergen unterwegs sind. Im Vorjahr gab es mehr als 2.000 Einsätze, heuer zeichnet sich wieder ein Rekordjahr ab, sagt der Leiter der steirischen Bergrettung Stefan Schröck: „Das hängt immer auch vom Wetter ab. Je länger der Hochdruckeinfluss ist, desto mehr passiert im alpinen Gelände. Was wir feststellen ist, dass die Rettung von unverletzten Personen ansteigend ist.“

Hitze wird am Berg oft unterschätzt

Ein Faktor, der bei vielen Bergtouren heuer unterschätzt werde, sei die Hitze, erklärt der Bergretter: „Gerade bei Hitzeperioden steigt die Anzahl der Einsätze der Bergrettung und der Flugrettung an. Wir empfehlen, die Tourenplanung und die Tourenwahl anzupassen, früh aufzubrechen und viel mehr zum Trinken mitzunehmen, die Touren zu verkürzen, Schatten aufzusuchen, Pausen zu machen, Hütten aufzusuchen und defensiv vorzugehen, weil viele Personen die Hitze auch am Berg unterschätzen.“