Bud hatte keinen leichten Start ins Leben: Der sechs Jahre alte Rüde stammt aus einer Zucht im Ausland, die nur auf „Welpen-Produktion“ ausgelegt war – dort wurde er unter widrigen Bedingungen gehalten.

Im Tierheim sozialisiert

Der Hund wurde gerettet und kam danach mehrere Monate im Tierheim Arche Noah in Graz unter. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger kümmerten sich intensiv um den ängstlichen Rüden, gewöhnten ihn an einen geregelten Alltag und sozialisierten ihn. Bud fasste Vertrauen und fühlte sich offenbar sicher.

Bud erschrak und sprang durch offenes Fenster

Vor eineinhalb Wochen entdeckte ihn eine Familie aus Graz: Bud sollte ein neues Zuhause bekommen, zuerst auf Probe. Er fasste Zutrauen, und alles schien ein gutes Ende zu nehmen. Doch ein lautes Geräusch erschreckte den Rüden vor einigen Tagen, worauf er durch das offene Fenster der Wohnung sprang und entwischte.

Die Familie reagierte sofort, alarmierte Polizei und Feuerwehr sowie den Tierschutz. In den folgenden Stunden und Tagen wurde intensiv nach Bud gesucht, der Aktive Tierschutz stellte auch Lebendfallen auf, um den Hund einzufangen – allerdings ohne Erfolg.

Nach drei Tagen in Arche Noah aufgetaucht

Drei Tage und Nächte blieb Bud verschwunden. Montagfrüh tauchte er schließlich unverletzt im Tierheim auf. Dass Bud in die Arche Noah zurückgekehrt ist, sei angesichts seiner Vorgeschichte durchaus nachvollziehbar, heißt es vom Tierheim: „Sein neues Zuhause kannte er zu diesem Zeitpunkt erst rund eineinhalb Wochen. In der Arche Noah hingegen hatte er zuvor monatelang gelebt und dort durch die tägliche Betreuung seiner Tierpfleger Sicherheit und Routine erfahren.“

Bud wird nun wieder in der Arche Noah versorgt. Wo er künftig leben wird, steht noch nicht fest – man suche ein möglichst ruhiges Umfeld für den schreckhaften Hund, heißt es. Für die Grazer Familie, die Bud aufnehmen wollte und sich sehr um ihn bemüht habe, soll ein anderer Hund gefunden werden.