Es ist derzeit nicht zu übersehen, dass die Böden stark ausgetrocknet sind, und regnet es dann, kann der Boden das Wasser nicht mehr aufnehmen.

Das Wasser dort halten, wo es vom Himmel fällt

Die 13 Maßnahmen seien konkrete Vorschläge an die Landesregierung und würden im Grunde alle darauf abzielen, Wasser möglichst lange dort zu halten, wo es vom Himmel fällt, so Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl: „Wir können zwar keinen Regen herbeizaubern, aber wir können alles dafür tun, dass wenn Regen fällt, dass wir das Wasser wirklich in der Landschaft halten, dass es nicht einfach wegfließt, sondern dass wir eben Wasser speichern, Regenwasser besser nutzen und damit auch Vorsorge tragen für künftige Dürreperioden.“

„Renaturierung als Chance sehen“

Laut Krautwaschl brauche es dringend ein Landesprogramm mit Maßnahmen zur natürlichen Wasserrückhaltung, Renaturierung und Klimawandelanpassung: „Es braucht Speicherteiche und verschiedene Möglichkeiten der Renaturierung. Man muss Renaturierung endlich als eine Chance sehen und nicht so, wie es bisher die Landesregierung getan hat, eigentlich eher bekämpfen. Wenn man Fließgewässer und Auen renaturiert, dann hat man dort die besten Möglichkeiten, um Wasser auch für Trockenperioden zu speichern. Und man muss natürlich auch die Trinkwasserinfrastruktur in der Steiermark technisch so anpassen, dass wir künftig für solche Trockenperioden besser gerüstet sind.“

Weiteres fordern die Grünen den Schutz und die Wiederherstellung von Mooren, Feuchtgebieten und Auen, Förderungen und Erleichterungen für die Errichtung von Speicherteichen für die Landwirtschaft und eine bewusste klimafitte Stärkung des heimischen Waldes als Wasserspeicher. Darüber hinaus sollten geeignete Standorte für Wasserspeicher und Renaturierungsmaßnahmen landesweit erfasst und die Finanzierung langfristig abgesichert werden, heißt es im Antrag der Grünen.