An die 5.000 Steirerinnen und Steirer im Bezirk Weiz bekommen bald Post von der ÖGK, die Leben retten könnte: Adressaten sind Menschen ab 45, die noch keine Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung gemacht haben.
Lebensrettende Vorsorgeuntersuchung
Wie wichtig diese Vorsorge sein kann, zeigt das zugeschickte Infomaterial – und auch das Beispiel von Andreas Kinsky: „Ich verdanke dieser Vorsorgeuntersuchung mein Leben. Ich bin damals zu einer normalen Routine-Checkup-Untersuchung gegangen, wie ich sie eigentlich alle fünf Jahre gemacht habe, diesmal war aber die Koloskopie mit dabei. Meine Blutwerte waren alle in absolut bester Ordnung, wie ich aber aufgewacht bin, war schon die Diagnose da, dass da ein Tumor gefunden worden ist, der wahrscheinlich bösartig ist.“
Darmkrebs früh erkennen rettet Leben
Darmkrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung, Vorsorge daher wichtig. Menschen ab 45 sollen nun verstärkt für die Vorsorgeuntersuchung motiviert werden – und die Steiermark soll dabei Pilotregion werden. Gestartet wird die Initiative im Bezirk Weiz.
Kinsky hat den Darmkrebs besiegt, weil der Krebs vor vier Jahren rechtzeitig in einem noch gut behandelbaren Stadium gefunden wurde.
Kann Krebs-Entstehung verhindern
Überhaupt könnte Darmkrebs zu 90 Prozent verhindert werden, sagt Jörg Pavek, der Betreiber der Endo-Pavek-Vorsorgeeinrichtung in Weiz, „indem man regelmäßig zur Koloskopie geht und etwaige Vorstufen gleich entfernt“.
Gesundheitslandesrat Karl-Heinz Kornhäusl (ÖVP) ergänzt: „Das Tolle ist, dass man bei der Darmspiegelung den Darm ja nicht nur ansehen kann, sondern die Vorstufen, sogenannte Polypen, auch gleich mit einer Schlinge abtragen kann – das heißt, es kommt gar nicht zur Entstehung von Krebs, und das ist es, was wir wollen.“
Schmerzlos
Außerdem – die Darmspiegelung per Endoskop ist schmerzlos, so Pavek: „Man bekommt eine Sedierung. 15 bis 20 Minuten später ist die Untersuchung vorbei, man wacht wieder auf und hat eigentlich von der Untersuchung nichts mitbekommen, und im Idealfall wurden Polypen entfernt, wenn sie da waren.“