In den Gemeinden Fehring, Kapfenstein, Riegersburg und Unterlamm läuft das Pilotprojekt des Landes gemeinsam mit der KLAR!-Region Netzwerk Südost zu kindgerechten Hitzeschutzmaßnahmen. Gebäudeanalysen mit Energieberatern und -beraterinnen wurden bereits durchgeführt, und erste Maßnahmen und Materialien werden schon um- und eingesetzt.

Vom Wimmelbild bis zum „Hitzometer“

„Da hat das Umweltbildungszentrum beispielsweise ein Wimmelbild entwickelt, wo ganz viele Szenen zum Thema Hitzeschutz im Kindergarten dargestellt sind – also wo finde ich Abkühlung? Wie soll ich trinken? Warum darf ich nicht in die Sonne gehen? Dazu gibt es dann entsprechende Lieder. Es gibt Trinkplakate, wo sich jedes Kind orientieren kann – habe ich heute schon genug getrunken. Und ganz gut ankommen tut in den Einrichtungen das ‚Hitzometer‘, das ist ein Kernstück des Projektes: Da drauf können die Kinder ablesen, welche Hitzestufe heute herrscht“, so Andrea Gössinger-Wieser, Klimaschutzkoordinatorin des Landes Steiermark.

Weiters gibt es Schulungen für das pädagogische Personal, denn oft könne mit kleinen Maßnahmen viel verändert werden – richtiges Lüften durch Reinigungspersonal ganz in der Früh etwa, angepasste Tagesabläufe oder Umgestaltungen des Gartens.

Toolbox und Beratungen

Im nächsten Schritt wird man sich den technischen Veränderungen widmen, die es braucht – wie Beschattungen oder Veränderungen der Gebäude: „Wir möchten eine Toolbox haben, die wir an die Kindergarteneinrichtungen weitergeben können, so, dass sie selbstständig agieren können. Das sind dann drinnen diese einfachen BenutzerInnen-Verhaltensregeln bis hin zu den pädagogischen Materialien. Die sind einfach umsetzbar, die kann sich jeder holen. Wenn es technisch wird, haben wir die Energieberatungsstelle des Landes, wo wir Experten und Expertinnen sitzen haben, die Gemeinden auch beraten können, die Einrichtungen beraten können“, so Gössinger-Wieser. Im Herbst sollen die gesamten Ergebnisse und Analysen des Pilotprojekts vorliegen.