Die Freiheitlichen bleiben in der Steiermark klar stärkste Kraft. Das Meinungsforschungsinstitut IFDD befragte im Auftrag der Kronen Zeitung 800 wahlberechtigte Steirerinnen und Steirer, und demnach würde die FPÖ aktuell auf 43 Prozent der Stimmen kommen – unter Einbeziehung der Schwankungsbreite von 3,5 Prozentpunkten sogar auf bis zu 47 Prozent. ÖVP und SPÖ liegen bei jeweils 19 Prozent gleichauf, beide mit deutlichen Verlusten gegenüber der Landtagswahl 2024.
Auffällig: Nur 40 Prozent sehen die Steiermark auf dem richtigen Weg, 47 Prozent nicht. Der FPÖ schadet das anscheinend nicht – die Verluste treffen vor allem den Koalitionspartner, die ÖVP.
Fiktive LH-Direktwahl: Kunasek vor Lercher
Bei der fiktiven Direktwahl des Landeshauptmanns würde Mario Kunasek mit 47 Prozent voran liegen. Spannend ist hier der Kampf um Platz zwei: SPÖ-Chef Max Lercher kommt auf 20 Prozent, klar vor Landeshauptmann-Stellvertreterin und ÖVP-Chefin Manuela Khom mit 16 Prozent – und das, obwohl SPÖ und ÖVP bei der Parteienfrage gleichauf liegen.
Auch bei der Frage, wer künftig eine wichtige Rolle in der Steiermark spielen soll, liegt Kunasek mit 49 Prozent klar voran. Dahinter liefern sich Khom und Lercher ein enges Rennen: Khom liegt mit 37 Prozent nur knapp vor Lercher mit 35 – der Vorsprung schrumpfte gegenüber der letzten Erhebung im vergangenen Jahr.
Khom: Selbst ÖVP-Wähler gespalten
Ob Khom die richtige Person an der ÖVP-Spitze ist, sehen die Steirerinnen und Steirer gespalten: 42 Prozent sagen Ja, 40 Prozent Nein. Selbst unter den eigenen Wählerinnen und Wählern sagt laut Umfrage gut ein Viertel eher Nein zu ihr.
Gefragt wurde auch nach der Bundespolitik: 49 Prozent der Steirerinnen und Steirer wollen demnach, dass Mario Kunasek die FPÖ bundesweit bei der nächsten Nationalratswahl anführt.