Wenn es lange warm und trocken ist, können Wespen ihre Larven besonders gut ernähren – deshalb kann man 2026 durchaus als Wespenjahr bezeichnen, denn heuer sind die Bedingungen für Wespen perfekt.
Für Allergiker bedeutet das, dass sie immer einen Epipen dabei haben sollten – doch genau diese sind momentan schwer erhältlich, bestätigte der Grazer Apotheker Gerhard Kobinger: „Es gibt hier einen Lieferengpass, blöderweise mitten in der ärgsten Wespenzeit, aber das ist, glaube ich, jedes Jahr so. Ansonsten soll es Ende August oder Anfang September wieder Nachschub geben. Den Junior-Epipen gibt es, da würde man zwei davon brauchen im Notfall. Das ist dann natürlich eine Preisfrage.“ In der App der Apothekerkammer wird angezeigt, welche Apotheken noch Restbestände haben.
Mögliche Alternativen
Für all jene Allergiker, die keinen Epipen haben, empfiehlt Kobinger ein Notfallpaket, das Dosieraerosol zum Erweitern der Bronchien enthält, außerdem Cortison- und Antihistamin-Tabletten – das sollte aber vorab mit einem Mediziner abgeklärt werden. Und: „Im Worst Case, wenn ich merke, ich bekomme keine Luft mehr, dann natürlich sofort die Rettung rufen.“
Landesrettungskommandant Peter Hansak vom Roten Kreuz bestätigte, dass der Rettungsdienst im Falle eines anaphylaktischen Schocks bestens ausgerüstet ist und auch ausreichend Medikamente zur Verfügung hat.