Die App Lynup zielt darauf ab, den Amateurfußball mit seinen über 2.000 Vereinen und einigen hunderttausend Spielern durch eine digitale Plattform zu stärken. Vereine und Spieler können sich registrieren, swipen und bei gegenseitigem Interesse Kontakt aufnehmen.
Dabei würden grundsätzlich alle Positionen gesucht, erklärt Lynup-Gründer Onur Yayar: „In unserer App decken wir Spieler, Staff, also Trainer, Co-Trainer und Torwarttrainer, sowie auch Physios und Masseure ab.“
Tormänner, Stürmer und Trainer im Nachwuchsbereich
Mit der App wolle man sich an den Herren- und Frauenfußball wenden, sagt Co-Gründer Stefan Macanovic. Dabei zeige sich, dass Tormänner und Stürmer am häufigsten gesucht werden – gefolgt von Trainern im Nachwuchsbereich.
Zusätzlich bietet die App die Möglichkeit, Testspielpartner zu finden. Das biete sich vor allem in den Regionen an, in denen stets dieselben Teams gegeneinander antreten, zudem sei die Nutzung der App für Spieler und Vereine vollkommen kostenlos, betont Yayar: „Wir wollen den Zugang so einfach wie möglich gestalten, und es nicht schwerer machen, als es eigentlich ist.“
Bei der Gründung der App seien die beiden Schiedsrichter von Dating- und Rekrutierungs-Apps inspiriert worden, sagt Macanovic. Zunächst sei die App für Tirol und Vorarlberg gedacht. Doch die beiden Gründer planen, die App möglichst bald in der gesamten DACH-Region und später eventuell sogar in ganz Europa zu etablieren.
Erste erfolgreiche Spieler-Vermittlung über die App
David Deutsch, ein 24-jähriger Fußballspieler aus dem Zillertal, fand über Lynup einen neuen Verein. „Ich habe es auf Social Media gesehen und dachte, ich probiere es aus“, erzählt Deutsch. Nach wenigen Swipes hatte er ein Match mit dem traditionsreichen Innsbrucker Fußballverein FC Veldidena.
Ein persönliches Treffen mit Co-Trainer Baris Sökmen führte schließlich zu einer Einigung: „Ich erwarte mir, dass David in der kommenden Saison für den FC Veldidena 15 bis 18 Tore schießt.“
Etwas bescheidener beschreibt Deutsch seine Ziele: „Also auf jeden Fall nicht absteigen, im oberen Drittel landen vielleicht und vielleicht das ein oder andere Tor schießen.“