Der Umsatz des weltweit tätigen Holzunternehmens wurde um 3,4 Prozent auf 4,26 Milliarden Euro gesteigert. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) konnte um 0,1 Prozent auf 541,8 Millionen Euro gesteigert werden. Diese Zahlen nannte Egger am Donnerstag bei der Bilanzpräsentation.
Spannungen erschweren Aufschwung
Die schwache Baukonjunktur sowie die Zurückhaltung der Konsumenten bei Neuanschaffungen mache sich weiterhin deutlich bemerkbar, betonte Vorstandssprecher Thomas Leissing: „Nach ersten positiven Anzeichen in einigen Märkten wurde die Hoffnung auf gesamtwirtschaftliche Stabilisierung durch die geopolitischen Spannungen im Frühjahr 2026 wieder deutlich abgeschwächt.“
Dennoch sei es dem Unternehmen in einem von Unsicherheit und hoher Dynamik geprägten Umfeld gelungen, sich stabil zu entwickeln. Zudem zeige sich mittlerweile vor allem in Osteuropa eine positive Entwicklung des Geschäfts, sagt Leissing. Erfreulich sei auch der Aufschwung in Argentinien, das nun aus einer schweren Krise herauskomme und wieder deutlich wachse.
Mehr als 450 Millionen Euro investiert
In abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 450,1 Millionen Euro investiert. Das waren 15 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Eines des wichtigen Projekte sei der Ausbau des Werks in Markt Bibart in Bayern, in das in drei Jahren über 200 Millionen Euro investiert werden, betonte Leissing.
Eigenes Kraftwerk liefert Wärme und Strom
Am Stammsitz des Unternehmens in St. Johann in Tirol konnte vor kurzem das neue Kraftwerk in Betrieb genommen werden. „Mit dem Biomassekraftwerk und der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage produzieren wir einmal nur Wärme und einmal Wärme und gleichzeitig Strom“, erklärt Werksleiter Johannes Salvenmoser.
Das Kraftwerk sei über einen Zeitraum von fünf Jahren geplant worden, die reine Bauphase habe 18 Monate in Anspruch genommen. Das Kraftwerk liefere derzeit so viel Strom, wie eine Stadt mit etwa 25.000 Einwohner brauche, erläutert der Werksleiter. Mit den 100.000 Megawattstunden Strom könne man nun 70 Prozent des Bedarfs des Werks in St. Johann selbst abdecken. Später solle dieser Wert auf bis zu 85 Prozent steigen.
Unabhängig von schwankendem Strompreis
Bei der Energiegewinnung fällt auch Wärme an, die den Anrainern zugute kommt. „Wir haben ein Fernwärmenetzwerk mit 900 Anschlüssen und versorgen damit wesentliche Teile der Ortschaften St. Johann und Oberndorf in Tirol“, sagt Salvenmoser.
Das Kraftwerk, das rund um die Uhr laufe, stelle einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des Standorts St. Johann dar. Damit mache sich Egger weitgehend unabhängig von teils stark schwankenden Strompreisen.
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Zuversicht für weiteren Geschäftsverlauf
Auch wenn das Geschäft seit einigen Jahre weitgehend stabil sei und es keine großen Veränderungen gebe, werde er beim Blick nach vorne immer zuversichtlicher, sagt Leissing: „Die Frage wird sein, wenn der Markt langfristig schwach bleibt, wie viel Kapazität bleibt im Markt. Da wird es die eine oder andere Bereinigung geben, aber sicher nicht bei uns. Unsere Werke sind in einem sehr guten Zustand, sodass wir auch in schwachen Zeiten eigentlich sehr positiv in die Zukunft schauen.“