Für das ORF Tirol Sommergespräch wechselte Gebi Mair am Montag vom Rollstuhl in den Interviewstuhl. Nach seinem Fahrradunfall gehe es ihm den Umständen entsprechend gut, sagte Mair zu Beginn des Gesprächs. Der Politiker war vor etwa zwei Wochen schwer gestürzt – mehr dazu in Gebi Mair bei Sturz mit Rad schwer verletzt.
Langfassung: „Tirol heute“-Sommergespräch mit Gebi Mair (Grüne)
Klubobmann der Grünen im Tiroler Landtag, Gebi Mair, sprach im Sommergespräch über die bevorstehende Wahl. Themen waren unter anderem die mögliche Entwicklung des Wahlergebnisses, denkbare Koalitionen und die Rolle der Grünen in der Politik. Mair betonte, dass es die Grünen in der Regierung brauche und die Partei sich weiterhin um eine konstruktive Zusammenarbeit bemühe. Inhaltliche Schwerpunkte der Grünen seien dabei vor allem leistbares Wohnen, Maßnahmen für eine gute Energiewende sowie passende Verkehrsmaßnahmen.
Regierungsbeteiligung erwünscht
Mit Blick auf die nächsten Landtagswahlen, die voraussichtlich im Herbst 2027 stattfinden werden, hoffte Mair auf eine Regierungsbeteiligung der Tiroler Grünen – möglicherweise in einer Dreierkoalition.
Angesprochen auf die bereits abgelaufenen Regierungsbeteiligungen der Grünen hob er Initiativen in der Verkehrspolitik, wie ein tirolweites Ticket für den öffentlichen Verkehr oder Anti-Transit-Maßnahmen hervor. Die aktuelle Regierung aus ÖVP und SPÖ würde in dieser Hinsicht „zuschauen und verwalten“, kritisierte er.
Sondersitzung auf der Autobahn
Im Zusammenhang mit der italienischen Klage gegen die Tiroler Antitransitmaßnahmen äußerte sich Mair besorgt. Er halte es für sinnvoll, die Kontrollen im Transitbereich zu verstärken und ein Lärmschutzgesetz einzuführen. Um die Außenwirkung zu verstärken, schlug er eine Sondersitzung des Tiroler Landtags auf einer Autobahn vor.
„Ich bin ein Fan der europäischen Integration. Aber es kann nicht sein, dass der freie Warenverkehr bei jedem einzelnen Argument über die Gesundheit der Tirolerinnen und Tiroler geht“, so Mair.
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