Seit 1. Mai bis zum 26 Juli 2026 sind in Tirol 14 Menschen bei Bergtouren oder Wanderungen ums Leben gekommen. Erst am Wochenende ist eine 32-jährige Frau auf der mehr als 3.700 Meter hohen Wildspitze in eine Gletscherspalte gestürzt und ums Leben gekommen – mehr dazu in 32-Jährige stirbt bei Sturz in Gletscherspalte. Im Vorjahr waren im gleichen Zeitraum 24 Bergtote zu verzeichnen, also um zehn mehr.

Folgenschwere Unfälle beim Abstieg

Mehrfach kam es in den vergangenen Wochen beim Abstieg zu einem tödlichen Unglück. Am Wochenende kam ein 69-Jähriger beim Abstieg von der Hochschrutte in Bichlbach (Bezirk Reutte) ums Leben. Er stürzte in eine Felsrinne ab – mehr dazu in 69-Jähriger stirbt bei Absturz in Felsrinne. Ebenfalls beim Abstieg hatte sich ein 18-Jähriger mit seinen Freunden auf der Innsbrucker Nordkette befunden, als er im weglosen Gelände den Halt verlor und starb – mehr dazu in 18-Jähriger auf Nordkette in den Tod gestürzt.

40 Prozent der Unfälle sind Abstürze

Insgesamt haben die Unfälle mit nicht tödlichem Ausgang in den Tiroler Bergen heuer aber deutlich zugenommen. Bis zum Stichtag 26. Juli wurden 540 Unfälle in den Bergen verzeichnet, rund 70 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Auch wurden mit 387 Verletzten heuer 60 verletzte Personen mehr registriert als noch im Vorjahr. Mit 40 Prozent bleibt die häufigste Unfallursache der Absturz, gefolgt von Stolpern (27 Prozent) und einer Herz-Kreislaufstörung (20 Prozent).

Die meisten Bergunfälle im Sommer ereignen sich bei Wanderungen oder normalen Bergtouren. Nur zehn bis 20 Prozent entfallen auf Unfälle beim Klettern, auf Klettersteigen oder bei Hochtouren.