In den eigens für Kinder ab sechs Jahren eingerichteten Kursen vermittelt Klinikpersonal, wie man Notfälle frühzeitig erkennt, die Rettungskette in Gang setzt und Erste-Hilfe-Maßnahmen einleitet. Dazu gehören etwa die Herzdruckmassage und das richtige Anwenden eines Defibrillators.

Vorbild Skandinavien

Initiator des Notfalltrainings ist der innerklinische Notfallmanager der tirol kliniken Erwin Adrigan. Als Vorbild nennt er Skandinavien: „Die Zahlen in Skandinavien sind beeindruckend, die sind für ein gutes neurologisches Outcome um das Dreifache höher als in Österreich, Deutschland oder in Italien.“ Bereits in Schulen würden Kinder ab sechs Jahren dort die Grundlagen der Wiederbelebung lernen und jährlich trainieren.

Adrigan ist der Meinung, dass das Schulungsprogramm hierzulande über die Ferien hinaus erweitert werden sollte. So sagt er: „So ähnlich wie Lesen und Schreiben lernen, sollte man praktisch auch schon die Erste Hilfe ab dem Volksschulalter lernen.“ Regelmäßige Auffrischungskurse sollen helfen, Ängste abzubauen und sicherzustellen, dass im Notfall schnell und korrekt reagiert wird. Jene Minuten, in denen noch keine Einsatzkräfte anwesend seien, seien nicht nur für das Überleben, sondern auch für die weitere Lebensqualität entscheidend, so der Notfallmanager.