2022 stellte Paul den Rekord von 130,72 km/h auf. Vier Jahre später fuhr er um einiges schneller.
Zuvor hatte die zuständige Bezirkshauptmannschaft die Genehmigung für den Weltrekordversuch erteilt. Die Polizei Kematen überprüfte, ob die von der Bezirkshauptmannschaft auferlegten Auflagen eingehalten werden. Unter anderem seien Absperrungen und Ordner für die Benutzung der Sellraintalstraße notwendig gewesen. Für die Ordner sorgte der Hesse selbst, so die APA am Mittwoch.
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Rekord-Institut bestätigte Rekord
Gegen 13.00 Uhr raste Paul dann die 2,4 Kilometer lange Straße hinunter, die ein maximales Gefälle von 16 bis 18 Prozent aufweist. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa räumte der Waghalsige dabei ein, dass die Abfahrt wegen einiger leichter Kurven „besonders schwierig“ gewesen sei. „Das lag an einigen leichten Kurven, in denen ich die Ideallinie fahren musste“, sagte der Elektrotechniker. Das Rekord-Institut für Deutschland (RID) bestätigte seinen Temporekord.
34-Jähriger hatte vor Rekord Pause eingelegt
Der Deutsche hatte nach eigenen Angaben vor dem nunmehrigen Temporekord eine Trainingspause eingelegt. Stattdessen sei er „auf der Suche nach der perfekten Straße für einen Rekordversuch“ gewesen. Sein Ziel war es, nach erfolgreich abgeschlossener Suche in Tirol seinen Rekord von 148,45 Kilometern pro Stunde, den er 2023 mit einem E-Bobbycar aufgestellt hatte, ohne Motor zu überbieten.
Die Weltrekordfahrt auf dem Bobbycar
Marcel Paul aus Hessen hat im Tiroler Sellraintal die perfekte Strecke für seinen Geschwindigkeitsweltrekord gefunden (Videomaterial: dpa).
Grundsätzlich trainiert Paul aus Gedern im hessischen Wetteraukreis auf einer Strecke, die in der Nähe seines Hauses liegt. Auf dieser sei es möglich, rund 100 km/h zu erreichen. Im Sommer übe er dort „etwa einmal die Woche“.