Drei Stunden vor dem Interview sei ein Rennradfahrer an die Klinik gekommen, der den Zirler Berg mit dem Rennrad hochgefahren sei und dann reanimiert werden musste. Man könne in diesem Fall zwar nicht beweisen, dass hier die Hitze schuld gewesen sei, so Hartig, aber es sei naheliegend.
Hitze verschlimmert internistische Krankheiten
Ein gefährlicher Hitzeschlag verbunden mit Organversagen sei nach wie vor selten, sagt der Notfallmediziner, aber Erschöpfung aufgrund von Hitze, Hitzekrämpfe oder Kreislaufbeschwerden würden deutlich zunehmen. Alarmzeichen bei Hitze seien Schwindel, Kopfschmerzen, Wesensveränderungen, Übelkeit und Erbrechen. Alle internistischen und neurologischen Erkrankungen würden durch die Hitze eher schlechter.
Der wichtigste Tipp sei, niemals den Hausverstand auszuschalten, so Hartig. Weiters gelte es, direkte Hitze zu meiden, schattige Orte aufzusuchen, lockeres Gewand zu tragen und ausreichend zu trinken. Man solle nicht zu viel und nicht zu wenig trinken und sportliche Aktivitäten in die frühen Morgenstunden oder in die späten Abendstunden verlegen.
Bereits vor dem Training regelmäßig trinken
Auch beim Land Tirol appelliert man an die Sportvereine und Sporttreibenden, das Training an Hitzetagen bewusst anzupassen. Gesundheitsdirektorin Theresa Geley sagt, es sollte bereits vor dem Training regelmäßig getrunken und die Flüssigkeitszufuhr während längerer Belastungen konsequent fortgesetzt werden. Auch eine angepasste Ernährung unterstütze den Körper dabei, hohe Temperaturen besser zu bewältigen.
Broschüre und Checkliste vom Land