Die Kombination aus trockenen Wäldern und vielen Gewittern mit Blitzeinschlägen sorgt derzeit für besonders viele Feuerwehreinsätze und Waldbrände. Landesfeuerwehrinspektor Rene Staudacher beobachtet in diesem Sommer eine besondere Häufung. „Mittlerweile ist es fast so, dass bei jedem Gewitter, bei dem Blitzschlag mit einhergeht, in Tirol auch ein Waldbrand gemeldet wird.“

Feuer wird erst Tage später sichtbar

In Ginzling, in St. Johann, in Matrei in Osttirol und in Scheffau wurden die Tiroler Feuerwehren zuletzt zu Waldbränden in teils abgelegene Gebiete gerufen. Wobei Brände manchmal erst zwei, drei oder vier Tage nach dem Gewitter gemeldet werden. Die Serie begann im Juli in Wildermieming, so Staudacher.

„Wir haben dann die Problematik, dass sich eben unterirdische Brände ausdehnen, das heißt Wurzel- oder Erdfeuer, und die führen dann zu einem Brandereignis womöglich erst nach zwei, drei Tagen. Dann haben wir wieder dieselbe Problematik. Es ist heuer wirklich eine Häufung, dass hier mit Blitzschlägen auch Waldbrände einhergehen.“

Beobachtete Blitzeinschläge sofort melden

Prävention sei in diesem Fall schwierig, aber Rene Staudacher appelliert an die Bevölkerung. „Wenn ein Blitzschlag beziehungsweise ein Brand durch die Bevölkerung erkannt wird, dann bitte schnellstmöglich den Notruf absetzen!“

Punktueller Regen würde die Trockenheit derzeit nicht entspannen, so der Feuerwehrinspektor. „Leider ist das ein Irrglaube. Punktuell bringt der Regen eine gewisse Entspannung mit sich, aber nur für einige Stunden. Notwendig wären hier schon Niederschläge von mehreren Wochen. Das heißt, der klassische Landregen wäre jetzt für uns Gold wert!“