Insgesamt rechnen die Veranstalter mit rund 4.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Ötztaler Radmarathon am 30. August. Die Strecke führt von Sölden über das Ötztal hinaus, dann über das Kühtai Richtung Innsbruck und weiter über den Brenner nach Sterzing in Südtirol, von wo es über den Jaufenpass und schließlich über das Timmelsjoch zurück nach Sölden geht.
Mit mehr als 500 angemeldeten Frauen liegt der weibliche Anteil im Starterfeld bei mehr als zehn Prozent, so die Veranstalter. Seit 2016 hat sich das Frauenkontingent damit fast verdoppelt, vor zehn Jahren gingen 269 Damen an den Start. Das sei eine Zunahme von 87 Prozent, so OK-Chefin Heike Klotz. Diese Entwicklung soll durch spezielle Maßnahmen gefördert werden. So dürfen Startplätze von Frauen beim Ötztaler Radmarathon im Falle eines Rückziehers nur an eine nachrückende weibliche Teilnehmerin übertragen werden.
Vier Alpenpässe als extreme Herausforderung
Etwas mehr als die Hälfte der über 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei dem Amateurradbewerb kommen aus Deutschland. Dahinter folgen Radsportlerinnen und -sportler aus Österreich und Italien. Alljährlich melden sich weitaus mehr Interessierte für das Event an, als Startplätze zur Verfügung stehen. Im Vorjahren gab es mehr als 25.000 Anmeldungen. Die allermeisten Startplätze werden per Los verteilt.
Bei dem Rundrennen müssen mit dem Kühtai, dem Brenner, dem Jaufenpass und dem Timmelsjoch insgesamt vier Alpenpässe an einem Tag bewältigt werden. Während es bei den Spitzenfahrern und -fahrerinnen um die schnellste Zeit und einen Platz auf dem Podest geht, ist es für die Vielzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon ein Sieg, wenn sie überhaupt ins Ziel kommen. Der Tiroler Vorjahressieger Daniel Federspiel absolvierte die Strecke in 6:48:55,8 Stunden. Bei den Frauen gewann die Deutsche Janine Meyer in 7:22:32.4 Stunden.
Wieder prominente Starter und frühere Sieger dabei
Sowohl Federspiel als auch Meyer gehen auch heuer wieder an den Start. Dazu kommen weitere sieben frühere Gewinner beim Ötztaler Radmarathon. Im Starterfeld sind auch einige prominente Namen wie die ehemaligen Skirennläufer Florian Scheiber aus dem Ötztal oder Manfred Mölgg und Werner Heel aus Südtirol. Auch weitere Spitzensportler wie der mehrfache Mountainbike-Weltmeister Alban Lakata aus Osttirol oder der frühere Worldtour-Radprofi Hermann Pernsteiner wollen um den Sieg mitfahren. Seine Debüt beim Radmarathon gibt der deutsche Ausdauersportler Toni Palzer.
Für andere ist schon das Durchkommen das Ziel. Heuer sind 27 Teilnehmer gemeldet, die bereits mehr als 20 Mal beim Radmarathon am Start waren. Darunter ist auch der 81-jährige Grazer Martin Strobl, der in diesem Jahr seinen 36. Radmarathon bestreiten will.