Die Landesenergiegesellschaft TIWAG wollte den 48.000 Euro teuren Theodoliten, ein Spezialgerät für Vermessungen, eigentlich zur Wartung zum Hersteller nach Köln schicken. Dort kamen aber nur Gläser mit Erdnussbutter an. Bald geriet ein Fahrer des beauftragten Paketdienstes in Verdacht, das Gerät ausgetauscht zu haben.
Trotz entsprechender Vorladung erschien der Angeklagte am Montag allerdings erneut nicht zum Prozess, zum insgesamt dritten Mal. Die Verhandlung am Landesgericht fand deshalb in Abwesenheit statt. Der 29-jährige Angeklagte dürfte sich aktuell in Moldawien aufhalten. Sein Vorstrafenregister weist bereits Verurteilungen in Rumänien, Deutschland, Großbritannien und Österreich auf, wie im Zuge des Verfahrens erwähnt wurde. Über seinen Pflichtverteidiger ließ der beschuldigte Paketfahrer im Prozess lediglich ausrichten, dass er es nicht gewesen sei.
Gericht sah Schuld des Angeklagten als erwiesen an
Im Zuge des Beweisverfahrens wurden am Montag einige Zeugen befragt, auch Abläufe und Alltag in der Paketbranche kamen zur Sprache. Letztlich sah das Gericht ausreichend Beweise für einen Schuldspruch. Der Angeklagte wurde wegen Veruntreuung zu fünf Monaten unbedingter Haft verurteilt. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig.