Auffallend sei heuer, dass man es seit den Bränden in Virgen und Wildermieming fast täglich mit Bränden zu tun habe, die durch Blitzschläge verursacht worden seien. Da sei heuer eine spezielle Häufung feststellbar, so Staudacher.
Trockenes Unterholz bis tief in die Erde
Eine spezielle Herausforderung seien die Boden- oder Erdbrände durch das derzeit sehr trockene Unterholz 20 bis 30 Zentimeter in die Erde hinein, so Staudacher. Das bedeutet, dass ein Brand noch nach Tagen ausbrechen könne. Bei solchen Bränden brauche es sehr viel Material und vor allem Man- und Womanpower, um eine nachhaltige Brandbekämpfung durchzuführen zu können.
Internationales Ausbildungszentrum in Tirol
Tirol sei das Ausbildungszentrum Nummer eins im Bereich der Vegetationsbrandbekämpfung und des Flugdienstes, so Staudacher. Einerseits würden Feuerwehrleute aus Österreich in Tirol ausgebildet, andererseits gebe es auch ein europäisches Pilotprojekt, das man auf die Beine gestellt habe.
In jedem Bezirk gebe es Stützpunkte mit speziell ausgebildetem Personal mit entsprechenden Spezialwerkzeugen und Materialien. Dazu habe man spezielle Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule, wo auch jedes Mitglied sich ausbilden lassen könne, so der Landesfeuerwehrinspektor. Man sei flächendeckend in Tirol mit mehreren tausend Mitgliedern sehr gut aufgestellt.
Waldbrandbekämpfung ist kompliziert
Durch die Topografie sei die Bekämpfung von Waldbränden in Tirol sehr komplex, so Staudacher. Das Tiroler Personal sei österreich- und europaweit vernetzt. Zum Teil hätten auch Menschen, die jetzt in Spanien oder Griechenland im Einsatz stehen, ihre Schulung in Tirol durchlaufen.