Die Zahl der Wespen ist heuer besonders hoch. Es sei „extrem“, beschreibt Schädlingsbekämpfer Rene Schopper aus dem Unterland die Situation. Es handle sich um „ein ganz besonderes Jahr“, wie er sagt. Die ersten großen Wespenvorkommen habe es bereits Anfang bis Mitte Juni gegeben. Das sei ein Monat früher als sonst.
Als Ursache für die vielen Wespen nennt der Biologe Thorsten Schwerte von der Universität Innsbruck die Witterung: Der milde Winter habe vielen Wespenköniginnen das Überwintern ermöglicht. „Damit konnten sie schon früh im Jahr starten, die Populationen oder die Völker aufzubauen“, sagte Schwerte.
Mehr Einsätze für Kammerjäger
Für Schädlingsbekämpfer bedeutet das heuer mehr Einsätze. Immer wieder würden sie gerufen, um Wespennester zu entfernen. Laut Schopper gibt es dafür unterschiedliche Gründe. Eine Rolle spielten etwa Allergien gegen Wespenstiche. Auch bei Spielplätzen oder bei Erdwespen würden Menschen Hilfe anfordern.
Wenn keine Allergikerinnen oder Allergiker betroffen seien, könne man die Tiere auch in Ruhe lassen und versuchen, sie auf Abstand zu halten: Rauch mögen sie etwa nicht, erläutert der Biologe. Oder man bietet ihnen in etwas Entfernung zum Esstisch Futter an.
Höhepunkt noch nicht erreicht
Nach Einschätzung von Schwerte ist die Wespensaison in diesem Jahr noch nicht am Höhepunkt angekommen. „Nach den langjährigen Erfahrungen ist der Höhepunkt noch nicht erreicht“, sagte der Biologe.