Schaut man sich die letzten drei Jahre an, sticht in Tirol bei Einbrüchen vor allem die Landeshauptstadt heraus: Innsbruck ist zwar nicht der einwohnerstärkste Bezirk, aber der, in dem die meisten Einbruchsdiebstähle versucht und vollendet wurden.

Häufige Einbrüche in Keller

456 Mal wurde in den letzten drei Jahren in Keller eingebrochen, 230 Mal in Wohnräumen, gefolgt von den Bezirken Innsbruck-Land und Kufstein. Die Aufklärungsquote bei Einbruchs-Delikten in Wohnräumen lag in Innsbruck im Jahr 2025 bei 22,4 Prozent, 2023 lag sie noch bei 35 Prozent.

Beliebteste Einbruchszeit ist um Mittag herum

Der Monat mit den meisten Einbrüchen in den letzten drei Jahren war in Tirol der Mai 2023: 42 Mal wurde da in Keller eingebrochen, wie die Zahlen der Kriminalprävention des Landeskriminalamtes zeigen. Die häufigsten Einbruchszeiten sind laut dem Innenministerium wochentags zwischen 10.00 und 13.00 Uhr, weil da die meisten Menschen außer Haus sind.

Drei Regeln um Einbrüchen vorzubeugen

Um Einbrüchen während der Zeit des Urlaubs vorzubeugen, empfiehlt der stellvertretende Leiter der Krimimalprävention am Landeskriminalamt Tirol, Oswin Lechthaler, drei Regeln: Erstens sollte man vermeiden, dass das Anwesen verlassen wirke, zweitens sollte man es den Tätern nicht leicht machen und drittens sollte man es den Tätern schwer machen.

Einbruchsstatistik Tirol: Hochburg bleibt Innsbruck

Tipps vom Kriminalbeamten, wie man in der Urlaubszeit Einbrüche vermeiden kann.

Zeichen für Abwesenheit könnten ein nicht geleerter Postkasten, ein nicht gemähter Rasen oder fehlendes Licht am Abend sein. Den Tätern mache man es etwa leicht, wenn sie eine Leiter als Einstiegshilfe vorfinden, mit der sie in den ersten Stock hinaufsteigen können oder wenn man den Schlüssel in der Nähe des Eingangs verstecke.

Weiters nennt Lechthaler gekippte Fenster, hohe Hecken oder fehlende Bewegungsmelder. Positiv seien hingegen Rollläden und Lichter im Haus, die mit Zeitschaltuhren funktionieren. „Als Draufgabe können Sie einen TV-Simulator nützen, der sich um 20.00 Uhr einschaltet und sich um 1.00 Uhr wieder ausschaltet“, so Lechthaler.

Kameras schrecken Einbrecher ab

Auch echte Kameras würden Einbrecher abschrecken. Kameras würden im Gegensatz zu Alarmanlagen nicht den Eindruck erwecken, dass es viel zu holen gäbe. Wichtig sei es auch, vor dem Urlaub mit den Nachbarn zu reden und dass diese bei Verdacht sofort die Polizei unter der Nummer 133 verständigen, so Lechthaler.