Mit der Auszeichnung wurde ein Künstler gewürdigt, dessen Werk die Kunstszene über Jahrzehnte hinweg auf unverwechselbare Weise bereichert habe, wie Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) in einer Aussendung mitteilte. Leitner zeige, dass Fotografie weit mehr sein könne als das Festhalten eines Augenblicks. Sie sei eine Form des genauen Hinschauens, der Neugier und der Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit.
Vom Lehrling zum freischaffenden Künstler
Leitner wurde 1957 in Jenbach geboren. Zwischen 1973 und 1976 absolvierte er eine Ausbildung zum Fotografen. In den 1980er Jahren entschloss er sich nach einer Lehre, ausschließlich freischaffend zu arbeiten. Seither wurde sein Werk in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Zudem sind seine Arbeiten in mehreren öffentlichen Sammlungen vertreten.
Kamera „als Werkzeug der Welterfahrung“
Leitners Arbeit ist von einer Vielzahl fotografischer Genres geprägt. Er verwende die Kamera „als Werkzeug der Welterfahrung und Selbsterkenntnis sowohl auf ausgedehnten Reisen als auch in seiner nächsten Umgebung“, hieß es in der Aussendung. Sein vielseitiges, akribisch archivarisch geordnetes Oeuvre stehe quer zur Schnelllebigkeit und vermittle einen subjektiven künstlerischen Kosmos. Das Werk hebe sich außerdem durch seinen langjährigen Einfluss auf die nationale und internationale Kunstszene ab.
Verleihung im Herbst
Die Verleihung des elften Staatspreises für künstlerische Fotografie findet im Herbst statt. Bisher wurden mit dem Preis Inge Morath-Miller, Franz Hubmann, Erich Lessing, Harry Weber, Friedl Kubelka, Manfred Willmann, Peter Dressler, Margherita Spiluttini, Seiichi Furuya und Aglaia Konrad ausgezeichnet.