Laut GeoSphere Austria hatte das Beben eine Magnitude von 3,5 und eine gefühlte Intensität von 5 von 12 und ereignete sich um 6.42 Uhr bei Hall in Tirol in einer Tiefe von 8 Kilometern. Wie die Leiterin der Seismologie, María del Puy Papí Isaba, gegenüber ORF Tirol schilderte, gingen mehr als 1.500 Meldungen aus der Bevölkerung ein.

Laut einiger Berichte war die Erschütterung häufig von einem lauten Grollen begleitet, Gläser klirrten, Fenster und Möbel rüttelten wahrnehmbar und es bewegten sich kleinere Gegenstände. Vereinzelt wurden geringfügige Schäden an Gebäuden, wie feine Haarrisse im Verputz gemeldet. Größere Schäden sind bei dieser Magnitude nicht zu erwarten.

Aus dem Schlaf gerissen

In Hall ist das Beben heute dennoch Gesprächsthema Nummer eins, wie der Bürgermeister von Hall in Tirol, Christian Margreiter, im Interview mit Radio Tirol berichtete: „Es hat ja richtig gezittert und gerumpelt, viele haben angerufen und sich wegen möglicher Nachbeben gesorgt. Ein so heftiges Beben gab es in Hall schon lange nicht mehr. Glücklicherweise musste die Gemeinde-Einsatzleitung aber diesmal nicht tätig werden. Es ist also alles glimpflich abgelaufen.“

Häufig ähnlich starke Erdbeben in Tirol

Wie Seismologin del Puy Papí Isaba erklärte, seien Erdbeben dieser Stärke relativ häufig in Tirol und finden mehrmals im Jahr statt: „Die Erdbeben ereignen sich entlang der Bruchzonen. Es gibt drei solcher Bruchlinien, die sich im Bereich Innsbruck und Hall in Tirol treffen und die ziemlich aktiv sind. Die Erdbeben, die dadurch entstehen, sind in der Regel nicht sehr stark. Das letzte große Erdbeben bei Hall war im Jahr 1670.“

Das Erdbeben von 1670 mit der Intensität von 8 beschädigte damals mehrere Gebäude in Hall und in Innsbruck stark, es kam zu Bergstürzen und Erdrutschen. Insgesamt neun Menschen verloren ihr Leben. Das Beben war damals auch bis nach Italien, Deutschland und in die Schweiz zu spüren.

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