150 Feuerwehrleute und zahlreiche Helfer haben in den vergangenen zehn Tagen unermüdlich gearbeitet, um Tonnen an Schlamm und Geröll wegzuschaffen. „16 Stunden pro Tag und Mensch“, sagt der Feuerwehrkommandant von Sölden Philipp Fender.

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Kellergeschosse als Herausforderung

Die riesigen Kellerflächen unterhalb der Kläranlage sind erst seit ein paar Tagen zugänglich. Bis unter die Decke waren sie mit Schlamm, Geröll und Wasser gefüllt. Die Arbeit in den Kellergeschossen sei herausfordernd, so Fender. Schon allein " wegen der Frischluftzufuhr, wenn Geräte dort fahren und Leute arbeiten, dass das vereinbar ist", so Fender. Viel Geröll und Schlamm habe man schon beseitigen können, Teile des Klärwerks seien aber noch betroffen, wo es das „ganze Abwasser aus den Becken in die Keller“ verfrachtet habe. „Da ist auch die Hyghiene ein großes Thema, weil wir natürlich auch auf die Gesundheit der Einsatzkräfte“.

Schneekanonen für den Sauerstoff im Keller

Bis die Kellerflächen geleert sind, wird es noch dauern. Die Skihochburg Sölden ist auch dafür gerüstet. Die Sauerstoffversorgung sei durch Schneekanonen gedeckt, erklärt Klaus Jörg, Mitarbeiter in der Kläranlage Sölden. „Vorne durch die Zuluft durch die Schneekanone und hinten durch die Abluft mit Hilfe einer Schneekanone“.

Kläranlage soll nun stufenweise in Betrieb gehen

Das Abwasser des gesamten hinteren Ötztals fließt momentan noch weiter ungeklärt in die Ötztaler Ache. Es sei „eine Notsituation und momentan nicht anders möglich“, sagt Maximilian Riml, Vizebürgermeister von Sölden. Bis zum Winter soll die Kläranlage stufenweise wieder in Betrieb gehen. „Die erste Stufe wäre eine sogenannte Grobreinigung, wo die Feststoffe herausgesiebt werden“. Das will man in Sölden „bis zum Ende der nächsten Woche hinbekommen“, so Riml.

Den Schaden will man derzeit noch nicht genau beziffern. Er wird wohl in die Millionen gehen.