Mehrere Tonnen Fels stürzten am Freitag über das steile, bewaldete Gelände talwärts. Auf einer Weidefläche kamen die Massen zum Stillstand. Laut dem Bürgermeister von Längenfeld, Richard Grüner, kam danach kein weiteres Material mehr nach. Verletzt wurde niemand. Ganz unbekannt sei die Gefahr an dieser Stelle aber nicht, denn bei dem Felsgebiet handle es sich um eine Gefahrenzone. Der betroffene Bereich ist vorerst abgesperrt.

Augenzeugin hörte Rumpeln

Vanessa Schmidt aus dem Ortsteil Au wurde Augenzeugin. Sie sei gerade mit den Kindern in der Küche gewesen und habe gekocht, als sie ein lautes Rumpeln gehört habe. Daraufhin sei sie zum Fenster gegangen und habe dann auf dem Balkon das Video gemacht. Es sei ein bisschen erschreckend gewesen, so die Augenzeugin. Weil da schon öfter etwa heruntergekommen sei, vermeide sie es, in diese Richtung spazieren zu gehen, „weil es eben ein bisschen gefährlich ist“.

Der Bürgermeister sagt, es habe in den letzten Jahren immer wieder Felsstürze gegeben, aber nicht im großen Ausmaß. Der betroffene Bereich ist vorerst abgesperrt. Wie groß die Gefahr oberhalb der Siedlung weiterhin ist, soll am Montag abgeklärt werden – und auch ob weitere Maßnahmen notwendig sind.