In Gnadenwald war es infolge von Unwettern zur Verschmutzung des Wassers gekommen. Zudem setzte ein Blitz auch die UV-Anlage außer Kraft. Die UV-Anlage ist seit einigen Tagen repariert und jetzt kann auch das Gnadenwalder Leitungswasser wieder ohne Abkochen als Trinkwasser verwendet werden.

Anders sieht die Lage in Zirl aus. Hier muss das Wasser weiterhin abgekocht werden. In Abstimmung und auf Empfehlung der beigezogenen Fachberater habe man sich am Dienstag entschlossen, sämtliches Wasser im Zulauf zum Hochbehälter Schlossbach zu chlorieren, so Bürgermeister Thomas Öfner (SPÖ).

Typischer Schwimmbadgeruch vor allem am Anfang

Die dabei entstehenden Abbauprodukte könnten vorübergehend zu einem typischen „Schwimmbadgeruch“ des Wassers führen. Dieser Geruch sei im Zuge der Desinfektion zu erwarten. Das chlorierte Trinkwasser sei gesundheitlich unbedenklich und könne bedenkenlos konsumiert werden. Nach dem Abbau des Biofilms werde auch die Geruchsbelastung deutlich zurückgehen.

Bis zur vollständigen Wirksamkeit der Chlorierung gelte weiterhin das Abkochgebot. Die Marktgemeinde Zirl werde die Bevölkerung informieren, sobald durch die Chlorierung wieder eine einwandfreie Trinkwasserqualität im gesamten betroffenen Versorgungsnetz sichergestellt sei, heißt es.

Auf lange Sicht soll Chlorierung obsolet werden

Laut dem Bürgermeister soll jetzt eine Trübungsmessung und auch eine UV-Anlage installiert werden, was aber mehrere Wochen in Anspruch nehmen dürfte. Danach könne auf die Chlorierung wieder verzichtet werden.