Die Pläne von Fußball-Bundesligist WSG Tirol für einen Aus- und Umbau des Stadions in Wattens haben einen Rückschlag erlitten. Der Gemeinderat lehnte die Übernahme einer Ausfallshaftung mit elf zu acht Stimmen ab.
Angespannte Finanzsituation in Gemeindekassa
Begründet wurde die Ablehnung mit dem „nicht kalkulierbaren Risiko für die Gemeinde, mit der hohen Haftungssumme, mit der fehlenden Haftung von anderen Beteiligten sowie mit der angespannten finanziellen Situation der Gemeinde im Zuge des massiven Arbeitsplatzabbaus bei Swarovski“. Die WSG, die ihre Heimspiele derzeit im Innsbrucker Tivolistadion austrägt, hält trotz der Entscheidung an den Plänen für eine bundesligataugliche, echte Heimstätte fest.
Die WSG Tirol machte zusammen mit der Firma Fröschl vor knapp einem Jahr die Pläne für ein neues Fußballstadion in Wattens öffentlich. Rund sechs Millionen Euro soll es kosten und Platz für 5.300 Fans bieten – mehr dazu in WSG Tirol vor Rückkehr nach Wattens.
Banken fordern Besicherungsquote
Die WSG arbeitet nun daran, die zweite Baustufe mit drei Tribünen, LED-Flutlicht und Beschallung im Gernot-Langes-Stadion umzusetzen. „Ein wesentlicher Schritt dabei ist es, die von den Banken geforderte Besicherungsquote für die Finanzierung zu erreichen. Von den Kreditinstituten wurde immer wieder gefordert, dass sich die Gemeinde Wattens als Grundstückseigentümerin des Stadion-Areals mit einer Haftung beteiligt, weshalb die WSG Tirol in der vergangenen Woche an den Wattener Bürgermeister sowie an den Gemeinderat herangetreten ist, um für die benötigte Ausfallshaftung und Unterstützung anzusuchen“, gab der Verein bekannt.
Trotz der nun negativen Gemeindeentscheidung „hält der Klub an den Plänen fest, die Heimstätte in Wattens bundesligatauglich zu adaptieren und somit eine langfristige Entwicklung des Vereins zu gewährleisten“, teilte die WSG am Donnerstag mit.