Der Großteil der besonders von Hitze betroffenen Talböden Tirols sei nun abgedeckt, so das Land in einer Aussendung am Donnerstag. Die Klimakarten, die 2025 erstellt wurden, bieten einen detailgenauen Einblick in die regionalen Tiroler „Hotspots“.
„Hitzebild“ beeinflusst die Architektur
Angezeigt werden unterschiedliche Ebenen. Die Karten beinhalten verschiedene Daten zur Hitzebelastung am Tag und zur Wärmebelastung in der Nacht sowie zur nächtlichen Abkühlung durch Kaltluftströme. „Die Daten zeigen, wo Kaltluft entsteht und welche Flächen für die nächtliche Abkühlung wichtig sind. Wenn klimatische Gegebenheiten schon bei der Planung von Gebäuden und Siedlungen berücksichtigt werden, lässt sich die natürliche Abkühlung gezielt nutzen – etwa durch die richtige Situierung und Ausrichtung von Gebäuden“, so der für die Raumordnung zuständige Landesrat Josef Geisler (ÖVP).
„Zudem wird ersichtlich, wie stark versiegelte Flächen und dicht bebaute Gebiete sich an warmen Tagen erhitzen“, fügte Klimaschutzlandesrat René Zumtobel (SPÖ) hinzu: „Die Klimaanalyse ist zwar insbesondere für Gemeinden und Planungsverbände sowie die Bauwirtschaft interessant, aber auch Privatpersonen erhalten durch die enorme Detailtiefe von 25 Quadratmetern interessante Einblicke“. Auch Beschattungsmaßnahmen sowie Begrünung kann frühzeitig in die Planung integriert werden.
Hitze-Karte ist nicht tagesaktuell
Die auf tirisMaps abrufbaren Karten stellen keine tagesaktuellen Entwicklungen dar und verändern sich nicht. Dargestellt werden die Hitzebelastung und nächtliche Abkühlung an einem sommerlichen Hitzetag.