Der Hohe Frauentag steht in Tirol traditionell im Zeichen des Dankes und der Anerkennung. 2026 wurde vom Land das „Jahr des Ehrenamts“ ausgerufen, um jene Menschen ins Rampenlicht zu rücken, die sich Tag für Tag freiwillig für andere einsetzen.
Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) und sein Südtiroler Amtskollege Arno Kompatscher (SVP) bedankten sich am Hohen Frauentag bei den Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Sie würden „weit mehr“ leisten, „als von ihnen erwartet wird“, betonte Mattle. Das sei „keine Selbstverständlichkeit, sondern eine tragende Säule unseres Landes“. Ihr Beitrag stärke den Zusammenhalt und mache die Gesellschaft lebenswerter, meinte Kompatscher.
Dritthöchste Auszeichnung im Land
Insgesamt 46 Bürgerinnen und Bürger erhielten im Rahmen des Festaktes in Innsbruck das Verdienstkreuz sowie 140 Personen die Verdienstmedaille des Landes. Sie hätten sich „in herausragender Weise“ um das Land und seine Menschen verdient gemacht, hieß es in einer Aussendung.
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Das Verdienstkreuz ist nach dem Ring und dem Ehrenzeichen die dritthöchste Auszeichnung des Landes Tirol. Die bronzevergoldete Verdienstmedaille erhielten insgesamt 140 Personen, die sich über viele Jahre mit ehrenamtlichem Einsatz und außergewöhnlichem Engagement für das Gemeinwohl eingesetzt haben.
Ersthelfer und Bergretter geehrt
Die Lebensrettungsmedaillen gingen an 23 Personen aus Tirol und Südtirol, die in elf Fällen „selbstlos gehandelt und dadurch andere aus einer Lebensgefahr gerettet haben“, hieß es. Darunter sind etwa zwei Ersthelfer, die bei einem Verkehrsunfall in Thiersee (Bezirk Kufstein) zwei Insassen aus einem brennenden Auto holten, und einige Bergretter, die vier in Not geratene Alpinisten vom Lüsener Fernerkogel retteten.
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Den Titel „Erbhof“ bekamen 14 Bauernhöfe verliehen, die sich seit mindestens 200 Jahren in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis zum zweiten Grad im Besitz derselben Familie befinden. Der „Hohe Frauentag“ geht als Feiertag auf den Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer zurück. Er hatte das Land Tirol im Zuge des Befreiungskampfes gegen Franzosen und Bayern 1809 der „Heiligen Jungfrau Maria“ anvertraut. Begangen wird der „Hohe Frauentag“ in Tirol seit 1959.