Ein Wanderer schlug gegen 10.00 Uhr am Samstag Alarm, weil aus einem Waldstück am gegenüberliegenden Hang Rauch aufstieg. Für insgesamt sechs Feuerwehren aus der Umgebung begann ein äußerst kräftezehrender Einsatz, wie der Kommandant der FF Steeg, Benedikt Huber, schildert: „Die Hitze war brutal und die Brandstelle nur schwer zugänglich.“
Überraschende Hilfe aus der Luft
Entsprechend schwierig gestaltete sich auch die Löschwasserversorgung. Mit vier Fahrzeugen wurde ein Pendelbetrieb eingerichtet. Unverhoffte Hilfe gab es aus der Luft, als der Polizeihubschrauber aus Vorarlberg über dem Wald auftauchte. Laut Huber dürfte dieser offenbar versehentlich alarmiert worden sein: „Die Hilfe haben wir aber dankend angenommen und schlussendlich auch benötigt.“
Damit der Hubschrauber Löschwasser abwerfen konnte, mussten mehrere Bäume gefällt werden. Als Brandursache vermuten die Feuerwehren einen Blitzeinschlag in den vergangenen Tagen. „Das könnte dann geglimmt haben, denn das Feuer hatte sich tief in den Boden gefressen“, schildert Huber. Nach vier Stunden war der Brand schließlich gelöscht, verletzt wurde niemand.
Land kauft Löschbehälter für Hubschrauber
Unterdessen hat die Landesregierung in ihrer Sitzung Samstagvormittag den Ankauf eines Löschbehälters samt Tankbecken beschlossen. Konkret wird ein fast 3.000 Liter fassender Behälter – ein sogenannter „Bambi Bucket“ – gekauft. Er wird im Ernstfall an den Black Hawk Hubschraubern des Bundesheeres montiert und kommt vor allem bei Bränden in schwer zugänglichem Gelände zum Einsatz. Bis dato musste sich das Land einen solchen Behälter in anderen Bundesländern ausleihen.