Unter der Woche in der Nacht gibt es außerhalb des Großraumes Innsbruck kaum jemals einen Notdienst für Kleintiere wie Hunde und Katzen. Derzeit ist der Bereitschaftsdienst der Tierärztinnen und Tierärzte freiwillig.
Gesetzliche Verpflichtung möglich
Der Veterinärdirektor des Landes Tirol, Matthias Vill, kann sich angesichts der Situation eine Verpflichtung zum Notdienst vorstellen. Er denkt auch an eine gesetzliche Verpflichtung, die tierärztliche Kollegenschaft auch unter der Woche in eine Notdiensttätigkeit einzubinden.
Die Tierärztekammer zeigt sich zurückhaltend. Was es aber angesichts der Situation brauche, sei ein runder Tisch, sagt der Präsident der Tierärztekammer Tirol, Bernd Hradecky. Es brauche dafür Vertreter der Politik, der Tierschutzvereine und der Tierärzte. „Das wäre natürlich wünschenswert und wir werden das sicher in der nächsten Zeit auf die Beine stellen“, so Hradecky.
Eine Lösung für den tierärztlichen Notdienst in Tirol wird es sehr bald brauchen, damit kein Hundebesitzer mehr wegen fehlender Notversorgung in Tirol im Notfall in der Nacht von Lienz nach München in die Tierklink fahren muss.