Die „Re-Use-Sammlung“ in den Gemeinden läuft seit Frühjahr 2025. Seither habe der Gemeindeverband über 20.000 Boxen und Taschen an die Gemeinden ausgegeben, sagt Lukas Bodner von der Abteilung Abfallwirtschaft. „An die Bürgerinnen und Bürger sind mittlerweile gut 10.000 Stück ausgegeben worden.“ Nachschub sei bereits bestellt.

Seit Beginn wurde das Projekt kontinuierlich ausgeweitet. „Wir haben geschaut, dass wir alle Gemeinden, die Interesse haben, erreichen können“, sagt Bodner. Die Boxen und Taschen seien „so gut wie flächendeckend auf alle Gemeinden ausgerollt worden“. Nur „eine Handvoll“ habe nicht die Kapazitäten, die Sammlung umzusetzen.

Sammlung über die Gemeinden organisiert

Abholen kann man die leeren Boxen und Taschen jeweils bei den Gemeinden oder bei den Altstoffsammelzentren. Dort können sie auch wieder abgegeben, in kleineren Gemeinden ist in der Regel der Bauhof dafür zuständig, sagt Bodner. Der Rücklauf an gefüllten Boxen und Taschen sei „grundsätzlich zufriedenstellend“, sagt Bodner.

Die Mengen, die zurückkommen, müssen genau aufgezeichnet werden. „Das liegt daran, dass wir die Re-Use-Ware als Abfallfraktion, als Abfallstrom behandeln müssen“, erklärt Bodner. Die vereinfachte Sammlung zeigt Wirkung: Im Jahr 2025 wurde mit 30.000 Kilogramm viermal so viel abgegeben wie im Jahr davor. Heuer werde sich die Sammelmenge wohl noch einmal erhöhen.

„Sehr gute Wiederverwendungsquote“

Mit den Re-Use-Boxen und -Taschen habe man die Sammlung in den Gemeinden vereinfacht. Sprich: Jetzt können in den Boxen sowohl Hausrat als auch Elektrogeräte, Spielsachen oder auch Bücher zusammen abgegeben werden. „Das ist eindeutig ein Erfolgskonzept“, sagt Bodner. Weil man mehr verschiedene Dinge sammle, habe sich auch automatisch die Zahl an Fehlwürfen, also an Dingen, die nicht gesammelt werden, reduziert.

„Gerade beim Hausrat haben wir eine sehr gute Wiederverwendungsquote. Da wird wirklich viel Gutes abgegeben, bei den Elektrogeräten ist noch Entwicklungspotenzial. Aber da ist es auch einfach schwerer, zu wissen, ist das noch gut, ist das noch wiederverwendbar oder nicht. Weil da die Schwelle einfach höher ist, das wieder in Umlauf zu bringen“, so Bodner.

65 Prozent können weiterverkauft werden

„Die Wiederverkaufsquote liegt im Schnitt bei 65 Prozent. Wir haben 65 Prozent der Elektrogeräte und des Hausrats, das wiederverkauft werden kann. 35 Prozent müssen leider entsorgt werden, wobei natürlich in der Theorie die Re-Use-Quote eventuell sogar noch höher wäre. Aber wir schauen natürlich wirklich darauf, dass das exzellente Produkte sind, die dann zu hoher Qualität und Gewährleistung über unsere Re-Use-Partner wieder verkauft werden können“, sagt Bodner.

Was darf in die Re-Use-Boxen?

Grundsätzlich darf in die Re-Use-Boxen alles, „was man auch seinen Kindern für die erste eigene Wohnung mit gutem Gewissen mitgeben würde“, so die Faustregel. Das heißt, die gespendeten Gegenstände sollten funktionstüchtig, komplett und sauber sein. Wichtig ist, dass keine Geräte abgegeben werden, die ein Gefahrensymbol haben, also mit Akku oder Batterien betrieben werden. Ansonsten dürfen folgende Gegenstände in die Boxen und Taschen:

Elektrogeräte:

wie etwa Haushaltsgeräte (Mixer, Kaffeemaschine), Leuchten, Radios, Föhn, Bohrmaschinen, elektrische Sägen, Schleifer, etc.

Hausrat:

wie etwa Deko, Kleinmöbel (Gewürzregale, Hocker), Kochutensilien (Töpfe, Pfannen), Büromaterialien

Geschirr:

wie Tellersets, Gläser, Schalen, Tassen, Becher, Besteck,

Werkzeug:

wie Gartenutensilien (Gießkannen, Hacken, Rechen), Kleinwerkzeug (Sägen, Hammer, Zangen)

Bücher:

wie Fachbücher, Romane oder Comics