Seit sechs Jahren gilt in Hohenems schon ein striktes Rauchverbot auf öffentlichen Spielplätzen. Und das hat sich aus Sicht der Stadt auch bewährt. Die Stadtpolizei führe immer wieder Kontrollen durch. Man setze aber vor allem auf Aufklärung, Bewusstseinsbildung und Eigenverantwortung, sagt der Hohenemser Bürgermeister Dieter Egger von der FPÖ. Das Rauchverbot würde von der überwiegenden Mehrheit der Besucher akzeptiert.

Alkohol- und Rauchverbot in Hard

In Hard gibt es ein Rauch- und Alkoholverbot auf Spielplätzen seit vier Jahren. Und auch dort ist man zufrieden, wie Bürgermeister Martin Staudinger von der SPÖ berichtet. "Unsere Bilanz ist durchaus positiv. Wir setzen ganz gezielt auf Sensibilisierung. Mir geht es nicht darum, Leute zu strafen, sondern um Eigenverantwortung und dass die Spielregeln auch eingehalten werden“, sagt Staudinger.

Es habe nur wenige Fälle gegeben, bei denen es zu einer Strafe gekommen sei – dann nämlich, wenn eine Ermahnung nichts mehr nutze.

„Mir ist wichtig, dass die Kinder auf sauberen Spielplätzen spielen können“, hält der Harder Bürgermeister fest. Alkohol und Zigaretten hätten dort nichts verloren.

Verbote in Hard und Hohenems sind strikter

Das Verbot in Hard reiche bereits weiter als das Verbot, das ab 20. August bundesweit auf den Spielplätzen gelten wird. Schließlich sei in Hard der Konsum von Zigaretten und Alkohol verboten – nicht nur das Wegwerfen von Zigarettenstummeln, wie es die bundesweite Regelung vorsieht.

Allerdings: Bundesweit werden die Strafen härter sein. Da drohen nämlich 500 bis zu 2.000 Euro Strafe.

Mehr Rücksicht gewünscht

Wer in Hohenems auf dem Spielplatz raucht, muss aktuell mit einer Strafe von bis zu 1.000 Euro rechnen. „Jede Maßnahme, die zu mehr Rücksicht und Verantwortung im öffentlichen Raum beiträgt, ist zu begrüßen“, sagt der Hohenemser Bürgermeister Dieter Egger.

Wobei: „Unsere Erfahrung zeigt aber, dass es weniger die Strafhöhe ist, sondern die praxistaugliche Kontrolle und Durchsetzung von Sanktionsmaßnahmen.“ Soll das neue, bundesweite Verbot also effektiv exekutiert werden, „wäre eine massive Aufstockung des Personals für Kontrollen notwendig“, hält Egger fest. Das sei aber nicht möglich. „Wir setzen daher weiterhin verstärkt auf Aufklärung, Bewusstseinsbildung und Eigenverantwortung.“