Bevor der Sand entnommen werden kann, braucht es laut Stadt eine Spülung im Staufensee. Dafür ist ausreichend Wasser notwendig. Solange es kein entsprechendes Starkregenereignis gibt, könne der Sand nicht einfach abtransportiert werden, sagt Wolfgang Schwarzmann von der Stadt Dornbirn.
Trockenheit bremst Sandbox-Projekt
Schüsse bei Cobra-Einsatz in Bregenz | Auto in Supermarkt gekracht | Leichtes Erdbeben in Feldkirch verspürt | Mehr Nachfrage nach gebrauchten E-Autos | Trockenheit bremst Sandbox-Projekt | Altach müht sich in die zweite Cup-Runde | Dornbirn und Lauterach verpassen Cup-Sensation | NHL-Star Rossi trainiert mit dem Nachwuchs | Sportholzfällerin im Portrait | Volksmusik erklingt in Lech
Sand aus Staufensee
Für die Sandbox werden rund 1.200 Kubikmeter Sand benötigt. Die Stadt will den Großteil nicht zukaufen. Der Sand lagert sich im Staufensee ab und soll nach einer Spülung entnommen, entwässert, gesiebt und anschließend nach Schoren gebracht werden. Aktuell kann man den Sand nicht entnehmen, da erst nach der Spülung der Boden stabil genug für Bagger und andere Geräte ist.
Der Staufensee funktioniert dabei laut Valentin Mäser wie eine Badewanne: Sand und Kies werden von hinten in den See gespült und lagern sich dort ab. Derzeit ist die oberste Schicht aber nicht tragfähig genug, um mit schwerem Gerät darauf zu fahren. Für die erste Öffnung der Spülung braucht es einen Abfluss von rund 40 Kubikmetern pro Sekunde. Dieser Wert wurde heuer bei weitem noch nicht erreicht.
Stadt prüft Zwischenlösung
Weil die große Sandlieferung aus dem Staufensee noch dauern könnte, prüft die Stadt inzwischen eine Zwischenlösung. Im Gespräch sind einige Lkw-Fuhren Rheinsand aus Hard. Damit könnte zumindest ein kleiner Sandbereich für Kinder früher geöffnet werden. Wann die gesamte Sandbox tatsächlich nutzbar sein wird, ist weiter offen. Das Projekt sei aber nicht an einen starren Zeitplan gebunden, heißt es von der Stadt.
Freizeitanlage auf alter Eislauffläche
Geplant ist auf der rund 1.800 Quadratmeter großen Fläche eine temporäre Freizeitanlage mit drei Bereichen. Kinder sollen dort im Sand spielen können, Jugendliche sollen einen Treffpunkt bekommen und in einer Aktivzone sollen Beachsportarten wie Beachvolleyball möglich sein.
Die Stadt setzt bei dem Projekt stark auf Wiederverwendung. Auch Trennblöcke aus recyceltem Tennisplatzsand werden eingesetzt, berichtet Stadtrat Johannes Zangerl. Ob aus der temporären Nutzung der Fläche später etwas Dauerhaftes wird, ist offen. Vorerst hofft die Stadt, dass zumindest ein kleiner Sandbereich bald möglich wird – und dass der Regen irgendwann auch die große Sandlieferung aus dem Staufensee erlaubt.