Das Vorhaben soll die Hochwassersicherheit entlang der Ill deutlich erhöhen. Auslöser für das Projekt waren unter anderem die schweren Hochwasserereignisse in den Jahren 1999 und 2005, bei denen Teile von Frastanz und Satteins überflutet wurden. Ziel ist es, Siedlungs- und Gewerbegebiete künftig besser vor einem 100-jährlichen Hochwasser zu schützen.

Zwei Rückhaltebecken

Kernstück des Projekts sind zwei Rückhaltebecken in Nenzing und Schlins mit einem gemeinsamen Rückhaltevolumen von rund 700.000 Kubikmetern. Ergänzt werden diese durch neue Hochwasserschutzdämme in Nenzing und Frastanz, Objektschutzmaßnahmen in Satteins sowie Aufweitungen des Flussbetts. Gleichzeitig soll die Gerinnesohle stabilisiert und die ökologische Funktionsfähigkeit der Ill verbessert werden.

Von den Maßnahmen profitieren laut dem „Wasserverband Ill-Walgau“ rund 100 Gebäude in den betroffenen Gemeinden. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass sich die Hochwasserabflüsse für flussabwärts gelegene Gebiete nicht verschlechtern.

Ausschreibung für ersten Bauabschnitt

Nach dem positiven Abschluss des UVP-Verfahrens folgen nun die Detailplanungen sowie die Förderabwicklung mit Bund und Land. Anschließend können die Ausschreibungen für den ersten Bauabschnitt vorbereitet werden. Dieser umfasst das Rückhaltebecken in Nenzing. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf rund 45 Millionen Euro brutto geschätzt.