Die ARGE Fahrradfachhandel zieht mit ihrer Umfrage eine Zwischenbilanz in der laufenden Radsaison. Und die zeigt: Die Lage ist zwar stabil, regional aber sehr unterschiedlich. In Vorarlberg hat fast die Hälfte der befragten Händlerinnen und Händler angegeben, dass die ersten Monate schlechter gelaufen sind als im Vorjahr.

Reparaturen und Service sorgen für Stabilität

Das, was den Geschäften Stabilität gebe, sei nicht der Verkauf, sondern die Werkstätten. Sprich die Reparatur und der Service von Fahrrädern. „Professionelle Werkstätten sind längst mehr als eine Ergänzung zum Verkauf. Sie sind zum Rückgrat des Fachhandels geworden“, sagt Tom Streicher, Sprecher der ARGE Fahrradfachhandel.

Dienstradleasing fest verankert

Auch Diensträder seien mittlerweile zu einer zentralen Einnahmequelle geworden. 84 Prozent der Betriebe bieten österreichweit Dienstradleasing an. Jeder vierte Betrieb erzielt damit mehr als 70 Prozent des Fahrradverkaufs. Auch in Vorarlberg ist dieses Geschäftsmodell schon fest im Fahrradhandel verankert, so die Ergebnisse der Umfrage.

Schwächere Saison erwartet

Euphorie kommt im Vorarlberger Fahrradhandel angesichts der bisherigen Verkaufszahlen nicht auf. Mehr als die Hälfte der Betriebe rechnet damit, dass die heurige Saison schlechter verlaufen wird als im Vorjahr. Die Bundesländer Vorarlberg, Wien und und Salzburg zeigen laut ARGE Fahrradfachhandel die „verhaltensten Erwartungen“.

E-Mountainbikes besonders gefragt

Auf Vorarlbergs Radwegen und Straßen sind die verschiedensten Radtypen zu sehen. Am gefragtesten ist das E-Mountainbike. 70 Prozent der Händler gaben an, dass sie damit das beste Geschäft machen. Auf Platz zwei folgen sogenannte Gravelbikes, also Rennräder, die für das Gelände geeignet sind. Stark gefragt ist auch das klassische Rennrad. Der Preis dafür kann auch einmal in den fünfstelligen Bereich gehen.